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Hamburger Duo Deniz & Ove: Darum sind Kinder so gute Zuhörer

Deniz & Ove haben MOPOP ein Interview gegeben.
Deniz & Ove haben MOPOP ein Interview gegeben.
Foto: Andreas Hornoff

Deniz & Ove sind DAS Kindermusik-Duo Hamburgs – wenn nicht sogar Deutschlands. Mit „Looping“ haben die beiden gerade ein ganz feines zweites Album veröffentlicht, das in jedem Kinderzimmer rauf und runter laufen sollte. Die MOPO hat mit den beiden übers Familienleben, ihr Songwriting, Konzerte für Kinder und ihre Söhne gesprochen.

MOPO: Warum seid ihr so gute Beobachter des Familienlebens?

Ove: Das könnte daran liegen, dass sich unser Lebensmittelpunkt vom Vollzeitmusiker mehr Richtung Familienvater verschoben hat.

Wie entstehen bei euch Songs? In „So vermisst“ geht’s zum Beispiel um eine entlaufene Katze.

Ove: Deniz hatte die Idee. Ich hatte dazu die Assoziation, wie stark man vermisst, wenn etwas/jemand nicht mehr da ist.

Deniz: Bei einer der ersten Proben kam Ove dann mit der Zeile „Sooooo vermisst“. Ich wusste sofort, dass wir den Refrain jetzt haben. Die Strophen schrieben sich dann wie von selbst.

Das neue Album heißt „Looping“.
Das neue Album heißt „Looping“.

Ove: Die meiste Zeit ist es angenehmes Gedankenpingpong beim Songschreiben bei uns. Vorher hat jeweils einer immer schon so 75 Prozent fertig. Man ist dem anderen also immer dankbar, weil das Grundgerüst immer schon steht und nicht an jeder Zeile und jedem Akkord gerüttelt werden muss. Wir hatten wieder mal Glück, dass das meiste bei diesem Album aus der sogenannten Hüfte kam.

Wie unterscheidet sich das Songwriting für Kinder und für Erwachsene?

Ove: Das Vokabular ist anders. Musikalisch sehe ich da keinen Unterschied. Wir haben bei Kindermusik aber den Anspruch, es möglichst kind- und elterngerecht zu machen. Ein bisschen wie bei den Simpsons.

Deniz: Wir wollen ja nichts veröffentlichen, hinter dem wir nicht stehen. Darum nehmen wir das sehr ernst und gehen mit demselben hohen Anspruch an die Sache.

Sind eure Söhne eigentlich die ersten Hörer eurer Songs?

Ove: Mein Sohn interessiert sich bisher eher für die Videos als für reine Audiofiles.

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Deniz: Auch mein Sohn hört die Songs eigentlich erst, wenn sie fertig aufgenommen wurden. Ich habe unzählige Demos auf meinem Handy, wo ich eine spontane musikalische Skizze festhalte und mein Sohn im Hintergrund irgendwas reinruft.

Wie sind Kinder als Publikum?

Ove: Kinder sind völlig unbefangen und tanzen einfach drauflos, singen aus tiefster Überzeugung mit und gehen auch einfach weg, wenn es ihnen zu viel wird. Davon können sich Erwachsene gerne eine Scheibe abschneiden. Das macht für mich schon einen Reiz aus, alles aus den Kindern rauszuholen. Wir haben beim Spielen schnell gemerkt, dass zu lange Ansagen die Aufmerksamkeit schmälern und dass es gar nicht nötig ist, durchgehend zu animieren, was ich sehr angenehm finde.

Deniz: Kinder stellen auch zwischendurch Fragen. Ich finde das ganz toll!

Es gibt den neuen Song „Papa sagt immer Ja“. Seid ihr solche Papas?

Ove: Ich bin tendenziell eher der Nein-Sager überraschenderweise, aber ich finde das Thema trotzdem interessant, weil es polarisiert.

Deniz: Ich bin auf jeden Fall der Ja-Papa. Genau wie es mein Vater gewesen ist.

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