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Scooter-Geburtstag in Hamburg: Wilder Ritt durch den Wahnsinn – alle Augen auf einen

H.P. Baxxter Scooter
Wickeeeed: H.P. Baxxter beim Scooter-Geburtstags-Konzert in der Barclays-Arena.
Foto: Fabian Lippke

Wer genau feiert da jetzt 30. Geburtstag? Man könnte meinen, es sei der energiegeladene Wasserstoff-Blondschopf, der da am Samstagabend – wild über die Bühne der Barclays-Arena hopsend – seinen dritten runden Geburtstag feiert.

Irgendwie unglaublich bei dieser Power, aber H.P. Baxxter, quasi der Messias des Schrei-Technos, ist schon doppelt so alt wie seine Band. „Are you ready to rave?“, brüllt er zu Beginn in die ausverkaufte Halle und, na klar: ist nur rhetorisch gemeint. Natürlich sind alle ready, aber sowas von.

„Thirty! Rough And Dirty“ heißt die Tour und das ist ziemlich treffend. Der Abend ist ein schmutziger, wilder Ritt durch 30 Jahre Scooter-Wahnsinn – im Fokus natürlich: H.P. Baxxter.

Der Mann ist Scooter, die übrige Band-Besetzung wurde über die Jahre hinweg immer mal wieder ausgetauscht. Aber der, der da ikonisch-unsinnige Sätze („Respect to the man in the ice cream van!“) ins Mikro brüllt, ist geblieben. Und daran lässt auch die Konzert-Regie keinen Zweifel: Die riesigen Monitore auf beiden Seiten der Bühne zeigen fast ausschließlich ihn, selbst wenn er mal nur einen Schluck Wasser trinkt. Alternativ mal kurz die leicht-bekleideten Tänzerinnen an Baxxters Seite, natürlich. Jay Frog und Marc Blou an den Synthesizern: Joa, die sind irgendwie auch da, im Hintergrund.

Scooter in Hamburg: Schunkeln, auch wenn’s keinen Sinn macht

Jede Menge Feuerwerk wird auf der Bühne abgeballert, immer wieder wärmen leuchtende Flammen die ohnehin schwitzig-hitzige Halle. Im Hintergrund mal eine Kathedrale, mal ein riesiger Fisch. Im Publikum wird gesprungen (größte Ausrast-Songs: „Maria (I like it loud)“ und „Fuck 2020“) und zwischendurch auch mit den Armen geschunkelt („Weekend“). Letzteres ergibt genauso wenig Sinn wie die meisten Scooter-Texte. Aber hey, darum geht es ja. Zwischendurch immer mal wieder „Döp döp döp döderöp döp döp“ – selbst auf dem Klo singen sie das.

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Das Publikum ist laut und ausdauernd, auch auf den Rängen trauen sich die wenigsten, sich zwischendurch mal hinzusetzen – würde ja auch keinen Sinn machen bei dieser Drum. Zum Schluss gibt’s zur Belohung ein Mashup mit den Überhits „Hyper hyper“ und „Move your ass“.

Und dann stellt der Frontmann seine Dance-Kapelle doch noch namentlich vor – zur Sicherheit aber natürlich auch nochmal sich selbst: „And my name is H.P. fuckin‘ Baxxter“.  Tosender Applaus. Hören wir in 30 Jahren hoffentlich auch noch so.

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