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Skinny Listers neues Album „A Matter Of Life & Love“ und ihre Liebe zu Hamburg

Skinny Listers neues Album „A Matter Of Life & Love“ und ihre Liebe zu Hamburg

01.11.2021
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Skinny Lister machen Folk, Shanty und Punk – ihr neues Album „A Matter Of Life & Love“ ist wie ein bunter Schnaps-Krug. Foto: Louise Bowrey 

Die britische Band Skinny Lister ist so eine, die man unbedingt live erlebt haben muss. Ihr „Shanty-Punk“ ist wie ein wilder Pub-Abend, bei dem man zuerst auf den Tischen tanzt und am Ende irgendwann drunter liegt. Ein besonderes Element bei ihren Live-Shows: Ein Schnaps-Krug, aus dem sie selbst trinken, aber den sie auch im Publikum herumreichen. Skinny Lister stehen also auch für ganz viel, das wegen Corona lange nicht möglich war.

Das neue Album „A Matter Of Life & love“ ist bei Xtra Mile Recordings erschienen.

 

Aber so langsam geht‘s bergauf: Die Band hat kürzlich ihr neues Album „A Matter Of Life & Love“ veröffentlicht, auf dem genau ihr sagenumwobener (bemalter) Krug zu sehen ist. Das Album steht für alles, wodurch die Band sich definiert und das 2022 hoffentlich auch wieder möglich ist: Live-Shows mit herrlich ansteckenden Chor-Gesängen, echten Stampfer-Songs, Madness-artigen Ska-Nummern, wunderschönen Balladen – und sogar eine Liebeserklärung an Bayern gibt‘s auf dem Album – der Song „Bavaria Area“.

 

Hamburg hat die Band schon längst eine Liebeserklärung gemacht – der Song heißt „Hamburg Drunk“. MOPOP hat deswegen bei Frontfrau Lorna nachgefragt, was es genau damit auf sich hat:

Hamburg! Was für eine Stadt! Es gibt so viel zu tun und dort ist so viel los! Unsere Gigs finden eigentlich immer in der Nähe der berühmten Reeperbahn statt. Sie sind grundsätzlich abenteuerlich – eine bestimmte Nacht war sogar einen Song wert. Es war der letzte Abend auf einer Tour mit Chuck Ragan & The Camaraderie. Die Show war super – das Publikum völlig elektrisiert.

Danach wurde Dan (normalerweise ein sehr anständiges und verantwortungsvolles Bandmitglied) gesehen, wie er eine Flasche Schnaps mit einem roten Kreuz drauf umklammerte – mit einem großen Grinsen und einem schelmischen Schimmer in seinen Augen. Die Erinnerungen an diese Nacht sind natürlich ziemlich vage – aber wir sechs konnten sie dann doch irgendwie gemeinsam rekonstruieren.

Dan wurde tatsächlich von einer Prostituierten geschlagen, machte Akrobatik in der Kneipe „Zum Anker“ und putzte sich die Zähne mit Bierschaum. Er verlor alles, was er dabeihatte und am Ende wurden wir sogar aus der Kneipe rausgeschmissen.

Das letzte Bild, das ich von diesem Abend vor Augen habe, ist, wie der Besitzer unseres schäbigen Hostels versuchte, ihn ins Hinterzimmer zu drängen, damit andere Gäste ihn nicht sehen konnten. Uns wiederum schenkte er weiterhin Kurze ein – gegenüber Dan müssen wir anderen also fast nüchtern gewirkt haben.

Natürlich waren wir am nächsten Tag alle total verkatert – aber wir lachen immer noch oft über das ganze irre Zeug, das wir in dieser Nacht erlebt haben. Von daher waren es die Schmerzen wert. Seitdem benutzen wir jedenfalls den Begriff „Hamburg Drunk“ für jeden, der so richtig einen über den Durst getrunken hat. Und der gleichnamige Song kommt live immer sehr gut an. 

P.S.: Wir gehen immer noch jedes Mal in den „Zum Anker“, wenn wir in Hamburg sind – das Bar-Personal mag uns zum Glück wieder. 

P.P.S.: Wenn man nüchtern ist, sollte man unbedingt das Miniatur-Wunderland besuchen!

Skinny Listers Album „A Matter Of Life & Love“ ist bei Xtra Mile Recordings erschienen. Ihren nächsten Hamburg-Gig spielen sie am 4. Juni 2022 im Knust – Tickets ab 24 Euro gibt‘s hier!

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