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„Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“: Zehn Fakten zu Danger Dan

„Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“: Zehn Fakten zu Danger Dan

06.04.2021
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Auf Danger Dans Album „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ kann man sich gerade vorfreuen. Es erscheint am 30. April. Foto: Jaro Suffner/Check Your Head/dpa

„Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“: Danger Dans Song inklusive Video ist ein viraler Erfolg! In dem Titelsong zum gleichnamigen Liedermacher-Solo-Album (Veröffentlichung am 30. April) bezeichnet das Antilopen-Gang-Mitglied etwa Jürgen Elsässer im Konjuktiv als Antisemiten und spannt zum rechtsextremen Verleger Götz Kubitschek einen – nicht nur rhetorischen – Bogen. Weitere fragwürdige und gefährliche Menschen, die er in seinem Song erwähnt, sind Alexander Gauland und Ken Jebsen. Und es geht auch um den NSU und Polizeigewalt. In der letzten Strophe verlässt Danger Dan die konjuktivische „Grauzone“ seiner Lyrics und beruft sich natürlich auch auf Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes, in dem es um die Freiheit von Kunst, Wissenschaft, Forschung und Lehre geht. In seinen Lyrics heißt es dann: 

Nein, ich wär nicht wirklich Danger Dan, wenn ich nicht Lust hätte auf ein Experiment. Mal die Grenzen auszuloten, was erlaubt und was verboten ist und will euch meine Meinung hier erzähl‘n: Jürgen Elsässer ist Antisemit. Kubitschek hat Glück, dass ich nicht Bogen schieß. An Reptilienmenschen glaubt nur der, der wahnsinnig ist. Gauland wirkt auch eher wie ein Nationalsozialist. Faschisten hören niemals auf, Faschisten zu sein. Man diskutiert mit ihnen nicht, hat die Geschichte gezeigt. Und man vertraut auch nicht auf Staat und Polizeiapparat, weil der Verfassungsschutz den NSU mitaufgebaut hat. Weil die Polizei doch selbst immer durchsetzt von Nazis war. Weil sie Oury Jalloh gefesselt und angezündet hab‘n. Und wenn du friedlich gegen die Gewalt nicht ankommen kannst, ist das letzte Mittel, das uns allen bleibt, Militanz.

Danger Dan in der letzten Strophe von „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“

MOPOP hat für euch zehn Fakten zu Danger Dan und seinem Song „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ zusammengetragen:

1. Das Video hat mehr als eine Millionen Aufrufe bei YouTube.

 

2. Bei Spotify hat der Song schon mehr als 1,2 Millionen Aufrufe.

3. Danger Dan ließ den Text vor Veröffentlichung von Anwälten checken.

4. Dass die Antilopen Gang nicht vor kontroversen Inhalten zurückschreckt, zeigte sie mehrfach. Für den Song „Beate Zschäpe hört U2“ und einige Textzeilen über Ken Jebsen etwa hatte sich der rechte Verschwörungstheoretiker schon vor Gericht mit der Band auseinandergesetzt – ohne Erfolg. Am Ende musste er Gerichts- und Anwaltskosten zahlen.  

 

5. Der Song „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ ist der erste von der Antilopen Gang überhaupt, der in den deutschen Single-Charts (Platz 69) gelandet ist. Auf Instagram schrieben Panik Panzer und Koljah, die beiden anderen Mitglieder der Antilopen Gang, deswegen schon sehr lustig, dass Danger Dan nun der Jan Delay ihrer Band sei und sie beide Denyo und DJ Mad.  

6. Seine Tour zum Album war – trotz Corona und Ticketkauf-Trägheit – innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Auch der Hamburg-Termin am 10. Mai 2022 in der Markthalle ist da keine Ausnahme. Es bleibt zu hoffen, dass er noch Zusatztermine nachlegt!

7. Eigentlich ist Danger Dan Rapper – live bewies er mit Piano-Einlagen aber schon oft, dass er auch gut an den Tasten ist. Er hat nämlich mit sechs Jahren schon angefangen, Klavier zu spielen. Zunächst übte er an einem Akkordeon auf dem Dachboden – später kauften seine Eltern ein Klavier und er bekam Unterricht. „Ich war allerdings ein sehr schlechter Schüler“, sagt Danger Dan. „Ich habe nie meine Noten geübt und auch sonst nicht gemacht, was ich sollte. Aber ich habe trotzdem extrem viel Klavier gespielt. Meistens ‚Let It Be‘ von den Beatles.“ Mit elf schmiss er den Unterricht, spielte aber dennoch in ersten Bands Keyboard und Klavier.

8. Danger Dan ist auf dem Gebiet der Liedermacher ganz und gar nicht neu: „Ich kenne diese ganzen alten Platten von meinen Eltern“, sagt er. Mit ihnen zusammen hörte er Wader, Degenhardt, Wecker, Kreisler oder auch Bernie Conrads. Eigentlich war diese Musik nie ganz sein Ding, dennoch hat er sie und die Liedermacher-Sprache durch das viele Hören offenbar verinnerlicht und weiß nun sehr gut, wie man solche Songs schreibt.

9. Danger Dan hat schon einen Liedermacher-Abend in seiner Heimatstadt Aachen moderiert.

10. Er hat sich mit einem komplett erfundenen Liedermacher-Programm bei Weihnachtsmärkten beworben. Vom Bochumer Weihnachtsmarkt wurde er sogar gebucht.  „Ich brauchte dringend das Geld“, sagt Dan, „also fuhr ich nach Bochum und improvisierte eine Stunde lang richtig schlechte Texte und Lieder.“

Dass aus ihm mittlerweile ein richtig guter Liedermacher geworden ist, beweisen seine beiden Vorab-Singles „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ und „Lauf davon“. Die Wahrscheinlichkeit ist überhaupt nicht gering, dass das auch beim ganzen Album so sein wird.

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