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Philipp Poisel im Stadtpark: Gute Laune statt Melancholie

Philipp Poisel
Philipp Poisel verzaubert seine Fans im Stadtpark.
Foto: Fabian Lippke

Viele haben Philipp Poisel als traurigen Jungen mit Gitarre in Erinnerung. Beim Konzert im Stadtpark zeigt sich der Singer/Songwriter aber ausgesprochen lebensbejahend.

„Ihr seht gut aus – und trocken”, begrüßt Poisel sein Publikum. Keine Selbstverständlichkeit nach einem verregneten Tag: Die Fans mussten den Weg zu ihren Klappstühlen durch den Matsch waten.

Poisel vertreibt direkt jeglichen Regen-Verdruss – und präsentiert sich als Stimmungsmacher: Statt melancholischer Stücke sorgt seine Viererband für Tempo, es gibt Synthie-Sound, ein treibendes Schlagzeug, schrammelnde Gitarren. Poisel selbst hängt sich bei manchen Songs die E-Gitarre um. Bei „Halt mich“ will er die Zuschauer erstmals miteinbeziehen, das Publikum reagiert noch schüchtern, ein paar textsichere Fans finden sich beim Refrain dann doch.

Philipp Poisel im Stadtpark: Neues Songs und alte Hits

Philipp Poisel singt von der Schönheit des Lebens und seiner Traurigkeit, erzeugt Fernweh durch Lieder über Frankreich und die USA. In der ersten Hälfte des Konzerts legt der 40-Jährige den Schwerpunkt deutlich auf seine letzten beiden Alben, spielt vor allem neuere Songs.

Dabei sind es vor allem die älteren Stücke von den 2008 bzw. 2010 erschienenen Platten „Wo fängt dein Himmel an?“ und „Bis nach Toulouse“, die viele Fans sichtlich berühren. Und man darf vermuten, dass nicht wenige wegen genau dieser früheren, auch ruhigeren Lieder in den Stadtpark gekommen sind.

Poisel kündigt schon die nächste Tour an

„Zünde alle Feuer” reißt die Fans schließlich von den Sitzen, es wird sogar ein bisschen getanzt. Daran schließt sich das romantisch-leidende „Ich will nur“ an, ein Lied, bei dem das Publikum ganze Strecken alleine singen darf und soll. Klappt einwandfrei, jetzt hat der auf der Bühne und in seinen Ansagen manchmal leicht verpeilt wirkende Poisel die Leute endlich am Haken. Bei „Als gäb’s kein Morgen mehr“ kann er richtig loslassen, minutenlang springt der Sänger über die Bühne und legt sogar ein paar Breakdance-Moves hin. Und am Ende wird es mit „Wie kann ein Mensch das ertragen?“, Poisels erfolgreichstem Song, doch noch mal schwermütig.

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Im nächsten Jahr will Poisel wieder auf Tour gehen, kündigt er während des Konzerts an, dann wird es wohl nicht ganz so lebhaft: Er und seine Band wollen die Songs des letzten Albums „Neon“ akustisch präsentieren.

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