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„Granola“, „Gespenster“ und Musik voller Geigen: Hotel Rimini kommen ins Knust – MOPOP verlost Tickets

Vier Männer und zwei Frauen blicken in die Kamera
Hotel-Rimini-Sänger Julius Forster (3.v.l.) ist auch Schauspieler, Paul Pötsch (2.v.l.) wurde unter anderem mit Trümmer bekannt.
Foto: Max Threlfall Photo

Die Geschichte hinter Hotel Rimini klingt nicht nur ausgedacht, sie ist es auch. Aber sie ist so schön, dass sie immer wieder erzählt werden muss: Kennengelernt haben sich die sechs Musiker:innen – so will es die Legende – als Angestellte in einem heruntergekommenen Urlaubsresort an der Adria. Bademeister, Liftboy, Zimmermädchen, diesdas. Als die Pandemie zuschlug, setzten sie sich in die leere Präsidentensuite und schrieben ihr erstes Album. Das heißt entsprechend „Allein unter Möbeln“ und kam Ende Oktober raus. Sänger Julius Forster besingt darauf mit tiefer, rauer Stimme „Schwedische Gardinen“, „Gespenster“ und kalten Kaffee, die Musik voller Geigen. Und (indie)rockigen Gitarren, denn auch Paul Pötsch (Trümmer, Ilgen-Nur) ist Teil der Band. Gerade sind Hotel Rimini auf Tour. Am Dienstag spielen sie im Knust – MOPOP verlost Tickets!

MOPOP: Hübsche Geschichte! Und wie war es wirklich?
Julius Forster: Paul und ich haben uns während einer Theaterproduktion am Schauspiel Leipzig kennenlernt, bei der Paul die Musik beigesteuert hat. Zu der Zeit haben unsere Geigerin Annegret und ich schon zusammen ein wenig Musik gemacht, Paul hat dann unser erstes kleines Wohnzimmerkonzert besucht, war angetan und heuerte als weiteres Bandmitglied an. Im Laufe der nächsten Wochen habe ich dann alle anderen dazu getrommelt, von denen ich dachte, sie könnten musikalisch und menschlich gut zueinander passen. Und plötzlich waren wir eine sechsköpfige Band.

„Allein unter Möbeln“: Das erste Album von Hotel Rimini

Ihr lebt in drei verschiedenen Städten –  wie schafft man es da, eine Band zu bleiben?
Julius: Vier von uns leben in Leipzig, Paul in Hamburg und unser Drummer Jakob in Berlin. Das erfordert in der Tat einen organisatorischen Kraftakt, aber wir kriegen es hin, weil der Wille groß genug ist! Ich glaube, wie auch in anderen Beziehungen, ist Kommunikation ein gutes Mittel, um eine Band am Leben zu halten. Wir versuchen, alle unterschiedlichen musikalischen Interessen und Vorschläge zu integrieren und niemandem etwas aufzuzwingen. Angenehmerweise verstehen wir uns meistens ziemlich gut, ich empfinde die gemeinsame Zeit eigentlich immer als bereichernd. 

Klassik, Jazz, Folk und Indie treffen bei Hotel Rimini aufeinander – weil jede und jeder von euch einen anderen musikalischen Hintergrund hat. Inwieweit verändern klassische Instrumente wie Violine, Cello und Kontrabass das Komponieren und das Songwriting?
Julius: Vor allem die Arrangements verändern sich dadurch. Unsere verschiedenen musikalischen Einflüsse wirken im Bestfall sehr befruchtend, und so geben beispielsweise geschriebene Streicherarrangements von unserer Violinistin oder unserem Kontrabassisten einem Song noch eine andere, manchmal ungewöhnliche Wendung oder eine Zutat, die ihn reichhaltiger machen. 

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Ihr seid hartnäckige Ohrwurmschreiber: Mit „Granola“ habt ihr schon wieder einen Indie-Radio-Hit. Darin wird unter anderem über Avocados, Mangos, eine Siebträgermaschine, ein Rennrad und übers titelgebende Granola (leider verbrannt) gesungen. Und trotzdem will man dazu tanzen. Wie bekommt ihr das hin?
Julius: Danke für das Kompliment! Vielleicht hat das auch mit der vorhergehenden Frage und unseren unterschiedlichen Einflüssen zu tun.. Vielleicht entsteht in unserer Musik und meinen Texten eine – hoffentlich gute – Gemengelage aus Zugänglichkeit und Vertracktheit.

Eure Songs klingen auf dem Album groß und warm und einnehmend. Wie setzt ihr das live um?
Julius: Da wir live wie auch im Studio zu sechst spielen und wir die meisten unserer Songs auch im Studio live eingespielt haben, denke ich, dass sich unser eigener Sound auch live gut überträgt. Auf den Konzerten geben wir der Musik noch etwas mehr Raum, es gibt ein paar mehr instrumentale Zwischenspiele, da wird es u.a. mit Cello, Violine und Kontrabass zwischenzeitlich fast kammermusikalisch. Wir haben ein kleines Sammelsurium an Instrumenten auf der Bühne. Unser Drummer greift manchmal auch zum Waldhorn oder spielt Melodien auf einem kleinen Casio, Paul wechselt zwischen verschiedenen Saiteninstrumenten und spielt manchmal auch ein paar Töne auf einem Synthie. 

Paul Pötsch von Trümmer ist Teil der Band – und im Knust auch ihr Support

Paul, du bist im Knust auch die Vorband. Paul Pötsch spielt Trümmer, steht da als Support. Was bedeutet das?
Paul Pötsch: Die Idee, dass ich Support spielen könnte, kam uns unterwegs im Tourbus. Wenig Umbau, wenig Aufwand, und musikalisch passt es ja auch gut; also habe Ich mir die Trümmer-Lieder herausgesucht, die nur mit Gitarre und Gesang gut funktionieren.

Apropos: Gibt es Trümmer noch? Und was ist Hotel Rimini für dich? Projekt? Zweitband? Hauptband? Oder gibt es diese Kategorien für dich so gar nicht?
Paul: Ich mache sehr gerne Musik in unterschiedlichsten Konstellationen, entweder in verschiedenen Bands oder zuletzt auch viel im Theater. Mich reizt das sehr, da man durch diese Offenheit immer wieder Neues über Musik lernen kann. Daraus schöpfe ich Inspiration. Mit Trümmer werden wir in diesem Jahr neue Musik veröffentlichen und auch wieder touren!

Knust: 23.1., 21 Uhr, 18,85 Euro

MOPOP verlost Karten für Hotel Rimini im Knust

Wir verlosen 2 x 2 Tickets für das Konzert. Dafür einfach bis Dienstag, 13 Uhr, eine E-Mail mit dem Betreff „Hotel Rimini“ an [email protected] senden und folgende Frage beantworten: Wie heißt das aktuelle Album? Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Veranstalter des Gewinnspiels ist die Morgenpost Verlag GmbH. Bei einer Teilnahme gelten unsere AGB als akzeptiert. Diese AGB finden Sie unter mopo.de/gewinnspiel-agb.

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