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Annama passt in keine Box – Debütalbum „Track Nr. 12“ erschienen

Annama passt in keine Box – Debütalbum „Track Nr. 12“ erschienen

02.09.2020
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Annama hat ihr Solo-Debüt "Track Nr. 12" veröffentlicht. Foto: Sasha Prilutsky

Bei der wuselt’s und sprudelt’s, dass einem duselig wird! Diesen Eindruck hat man, wenn man mit der Hamburger Künstlerin Annama (26) ein Gespräch führt. Sie redet schnell, hat viel vor und noch mehr Ideen. „Ich bin voller kreativer Energie und manchmal auch konfus“, gibt sie im MOPOP-Interview zu. Gerade ist ihr Solo-Debütalbum „Track Nr. 12“ erschienen, das Pop, Elektro, Dance und sogar Klezmer-Sounds miteinander vereint.

Man kann kaum glauben, dass Annama mal kein wildes Energiebündel war: „Ich war ein schüchternes Mädchen“, erzählt sie. „Erst eine Gesangsstunde mit 14 brachte bei mir den Wendepunkt. Die Möglichkeit, mich durch Musik anderen Menschen zu öffnen, hat mich damals endlos glücklich gemacht.“

Annama ist Musikerin und Model zugleich

Als der Knoten dann bei Anna-Maria Nemetz – so heißt sie bürgerlich – geplatzt war, probierte sie alles aus: Sie nahm an mehreren Casting-Shows teil (u.a. „The Voice“), wurde als Model entdeckt und jettete nach dem Abitur durch die Fashion-Welt, fing auch noch an, Germanistik zu studieren, gründete die Elektropop-Band B.O.X.E.R. und war auch mal bei einem Major-Plattenlabel unter Vertrag: „Am Ende des Tages hat mir da aber der rote Faden gefehlt. Meine Vielfalt ist dort etwas untergegangen. Ich passe nun mal in keine Box.“ Deswegen zog sie die Konsequenzen und beendete die Zusammenarbeit.

„Ich passe nun mal in keine Box.“

Annama (26) über ihren Ausstieg bei einem Major-Plattenlabel

„Do it yourself“ lautet jetzt das Motto. Annama hat ihr eigenes Indie-Plattenlabel gegründet und dreht auch ihre Videos selbst: „Es reicht, wenn man dafür einen guten Kumpel an der Seite hat, der deine Vision versteht. Dann drei Stunden Videodreh ohne viel Equipment, die Nacht durchschneiden und zack, am nächsten Morgen ist das Ding fertig.“ Viele ihrer Videos hat Annama in ihrer „zweiten Heimat“ Tel-Aviv gedreht, aber für die Single „Rockstar“ traute sie sich in den legendären „Goldenen Handschuh“ auf dem Kiez: „Der Film (die Buchverfilmung zu „Der Goldene Handschuh“ von Heinz Strunck, Anm. der Red.) hat mich völlig fertig gemacht. Ich wohne selbst auf dem Kiez und habe mich da nie reingetraut“, schmunzelt Annama. Für das Video ist sie über ihren Schatten gesprungen: „Wir sind da morgens um 10 rein, es war total voll. Dann haben wir allen Bier und Schnaps ausgegeben und ein paar Stunden gedreht. Der Zusammenhalt der Charaktere dort hat mich ziemlich beeindruckt.“ Übrigens: Ihre ganz persönlichen Rockstar-Vorbilder sind Iggy Pop und Patti Smith.

Annama hat „Rockstar“ im „Goldenen Handschuh“ auf dem Kiez gedreht.

Es ist davon auszugehen, dass Annama auf der Bühne auch wie ein Rockstar abgehen würde, nur macht Corona ihr da gerade einen Strich durch die Rechnung: „Ganz ehrlich, es ist total beschissen, ein Album in dieser Zeit herauszubringen. Eigentlich hätte ich dieses Jahr bei ‚Rock am Ring‘ spielen dürfen, aber das ist nun Geschichte“, erzählt sie traurig. Ihr fehlt die Interaktion mit dem Publikum sehr: „Ich kann die Leute gerade nicht spüren. Die direkte Verbindung ist weg. Im Moment bekomme ich nur Likes und Klicks.“ Bleibt zu hoffen, dass irgendwann wieder bessere Zeiten für Live-Musik anbrechen und Annama dann auf der Bühne wie eine Rakete durchstarten kann. Die Energie dafür hat sie, keinen Zweifel

Das Album „Track Nr. 12“ ist bei Annamas eigenem Label Alienpunk erschienen.

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