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ESC-Sänger Chris Harms: „Ich habe 20 Granatkugeln im Körper“

Chris Harms auf der Bühne
Chris Harms von Lord Of The Lost
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Dass die Hamburger Düster-Rocker Lord Of The Lost am Samstag für Deutschland beim Eurovision Song Contest (ESC) antreten, wäre ohne einen dramatischen Schicksalsschlag wohl gar nicht möglich gewesen: Sänger Chris Harms (43) wurde vor mehr als 20 Jahren bei einem Sprengstoff-Attentat auf St. Pauli schwer verletzt. An den Folgen leidet er noch heute – doch sie geben ihm auch die kreative Kraft für seine Musik.

Jener 29. April 2000 hat Chris Harms‘ Leben für immer verändert. Er jobbte damals als Barkeeper in der Disco „J‘s“ im Feldstraßen-Bunker (St. Pauli), wie er der „Bild“ erzählt.

An dem Abend schmeißt Veranstalter Michael Ammer eine Promi-Party mit rund 1500 Gästen. Til Schweiger ist ebenso dabei wie Dieter Bohlen und Schauspieler Heiner Lauterbach sowie dessen damalige Partnerin Jenny Elvers.

Sänger von Lord Of The Lost bei Handgranaten-Anschlag in Hamburg verletzt

Gegen 3 Uhr gibt es plötzlich einen Knall: Der bereits vorbestrafte Cüneyt D. (damals 28) hat auf einem Sofa im VIP-Bereich des „J‘s“ eine Handgranate gezündet. Neun Personen werden schwer verletzt, zwei sogar lebensgefährlich. An den körperlichen und psychischen Folgen der Explosion haben einige der Anwesenden jahrelang zu leiden.

Unter ihnen Harms: „Ich hatte 30 Granatkugeln im Rücken und in den Beinen“, erzählt er der „Bild“. „Die schlimmsten wurden mir dann im Krankenhaus herausoperiert.“ Bis heute habe er noch etwa 20 Metallteile im Körper.

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Das Attentat habe ihm psychisch zu schaffen gemacht, er habe versucht, sich mit Drogen und Alkohol zu betäuben. Doch erst mit Musik habe er es geschafft, seine Ängste zu verarbeiten: „Das Attentat war der Startschuss für mich, depressive Musik zu machen“, sagt er dem Bericht zufolge.

Mittlerweile sei er Nichtraucher und trinke seit Jahren keinen Alkohol mehr. (mp)

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