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Monster Magnet in der Markthalle: ungebrochen anziehend!

Am 6. April 1992 das erste Mal in Hamburg: Monster Magnet. Mittwoch ist es wieder so weit: Sie spielen in der Markthalle.
Am 6. April 1992 das erste Mal in Hamburg: Monster Magnet. Mittwoch ist es wieder so weit: Sie spielen in der Markthalle.
Foto: Jeremy Saffer

„It’s A Satanic Drug Thing … You Wouldn’t Understand“, so stand es einst auf dem Back-Cover ihres Debütalbums. Ein Irrtum, wie sich herausstellen sollte, von Verständnisproblemen keine Spur, im Gegenteil: Die Band um Dave Wyndorf erspielte sich fortan einen Platz in der obersten Liga. Jetzt sind sie endlich wieder in Hamburg zu sehen.

Computerlogbuch Nummer 1 des Spaceships, Sternzeit 6. April 1992: Monster Magnet landen zum ersten Mal in Hamburg, der Ort des Geschehens ist die kleine Markthalle, zum damaligen Zeitpunkt noch oben unterm Dach. So richtig voll ist die Hütte nicht, drei, vier Dutzend Zuschauer sind es nur, das US-Ensemble firmiert noch unter Geheimtipp, das Glitterhouse-Label betreibt Aufbauarbeit. Grunge ist gerade so richtig am Kochen, hier nun war eine Band zu sehen, die einerseits perfekt in die Zeit passte, dem großen Gitarrenkosmos jedoch eine wahnwitzige Psychrock-Note aus der Protopunk-Garage hinzufügte. Das Drumkit aus blauem Plexiglas, die Band unfassbar tight, die Songs ihres Debüts „Spine Of God“ brachial auf den Punkt gespielt. Eines dieser Konzerte, das bis heute besten Stoff für Veteranen-Storys bietet.

Kaum ein halbes Jahr später kehren Monster Magnet bereits zurück, die Schweden Union Carbide Productions komplettieren das Line-up, diesmal geht es in die große Markthalle, diese nun bestens gefüllt. Wyndorf & Co. sind auf dem Sprung nach ganz oben, im Jahr darauf machen sie mit „Superjudge“ den nächsten Schritt, spätestens mit „Dopes To Infinity“ haben sie sich Mitte der 90er als verlässliche Größe zwischen Alternative und Space-Rock etabliert.

Bald drei Dekaden später blicken Monster Magnet auf eine zuweilen wechselvolle Karriere zurück. Mastermind Wyndorf verstrickte sich in Drogenproblemen, die Alben changierten zwischen mittelmäßig und genial. Eine große Stärke der Band: die unkaputtbare Energie, sich immer wieder zu Glanztaten emporzuschwingen. Zuletzt überzeugten sie mit „A Better Dystopia“, einer exquisiten Sammlung mit obskuren Coverversionen. Ebenso krisenfest ist ihre Fähigkeit, Liveshows über die Rampe zu bringen, die sich ins Gedächtnis brennen. Das war in ihren Anfangstagen so, daran hat bis heute nichts geändert.

Computerlogbuch Nummer 1 des Spaceships, Sternzeit 28. Juni 2023: Der Space Lord meldet sich zurück in der Markthalle, zusammen mit Monster Magnet an Bord sind die vorzüglichen Saint Agnes als Support.

Markthalle: 28.6.,  20 Uhr, 41 Euro

Jetzt Tickets für Monster Magnet gewinnen!

Für das Konzert von Monster Magnet am Mittwoch in der Markthalle verlosen wir 2 x 2 Tickets. Viel Glück!

Dafür einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Monster Magnet“ an [email protected] senden und folgende Frage beantworten: Wie heißt der Frontmann der Band? Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeschluss: 27.6., 10 Uhr.

Veranstalter des Gewinnspiels ist die Morgenpost Verlag GmbH. Bei einer Teilnahme gelten unsere AGB als akzeptiert. Diese AGB finden Sie unter www.mopo.de/gewinnspiel-agb

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