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Wie eine Eule aus der Asche: Die Macher der Hebebühne in Ottensen haben eine neue Location aus der Taufe gehoben

Kai Schulz (l.) und Max Reckleben von der Hebebühne stecken hinter dem Eulenhof. Foto: Patrick Sun
Kai Schulz (l.) und Max Reckleben von der Hebebühne stecken hinter dem Eulenhof. Foto: Patrick Sun
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Not macht erfinderisch. Durch die Pandemie ist das für die Kulturszene sogar ein Leitspruch geworden. Max Reckleben und Kai Schulz von der Ottenser Hebebühne haben wegen dieser Not mal eben eine neue Location erfunden, wo sie im Oktober acht Open-Air-Konzerte veranstalten werden. Start: diesen Sonnabend!

Zusammengenagelte Bretter in verschiedenen Brauntönen, davor ein zur Überdachung gespanntes Segel, ein Hygienekonzept samt Security und Platzkärtchen –  fertig ist die DIY-Bühne auf dem Hof der Hebebühne in der Barnerstraße 30! Und über sie wacht eine riesige Eule aus Fichtenholz, die an der Bühnen-Rückwand hängt und sie mit ihren Flügeln umspannt.

Möglich gemacht wurde der „Eulenhof“ mit Fördermitteln der Initiative „Neustart Kultur“. „Wir wollten einfach eine richtig geile Bühne bauen“, sagt Reckleben zur neuen Open-Air-Fläche. Dafür haben sich die beiden Hamburger Hilfe vom „Woodlands Collective“ geholt, das Erfahrung im Holz-Bühnenbau hat (etwa fürs „Feel Festival“). Auch Freunde und Nachbarn haben mitangepackt. Letztere will der „Eulenhof“ auch auf keinen Fall ärgern – um Punkt 21 Uhr wird jedes Konzert zu Ende sein.

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„Kultur ist der Ausdruck unserer Identität“, sagt Initiator Kai Schulz, der auch als Vorstandsvorsitzender des Hamburger Interessenverbandes Clubkombinat aktiv ist. „Ich ziehe meinen Hut vor jedem Musiker, der in diesen schwierigen Zeiten am Ball bleibt. Die Hebebühne steht dafür, ihnen allen wieder einen Raum zum Spielen zu geben.“ 

Singer/Songwriter Lucas Uecker ist der erste Act im Eulenhof. Foto: Lucas Uecker

Die Chefs der Hebebühne freuen sich deshalb schon sehr auf das erste Konzert am Sonnabend von Singer/Songwriter Lucas Uecker (Foto), den man schon als Gitarristen der Hamburger Band Liedfett kennt. Ihre Hebebühne war nun seit mehr als sieben Monaten geschlossen. Die Idee des „Eulenhofs“ ist übrigens aus dem „Vogelnest“, einer kleineren Bühne im hinteren Bereich des Clubs, entschlüpft. Wie eine Eule aus der Asche, könnte man fast sagen. bm

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Eulenhof-Termine: Lucas Uecker (10.10.), Tom Gatza (16.10.) Fluppe (17.10.), Phil Siemers (22.10.), Herr DK (23.10.), Eva Keretic und Dery, (29.10.), Michèl von Wussow (30.10.) sowie Pam Pam Ida (31.10.); Einlass jeweils 18 Uhr, Beginn jeweils 19 Uhr, Barnerstraße 30, Tickets ab 12 Euro 

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