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Weihnachtsalben: Schönklang, Soul und„Stubenmusi“

Weihnachtsalben: Schönklang, Soul und„Stubenmusi“

24.12.2021
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Von Norah Jones gibt‘s dieses Jahr auch Weihnachtsmusik – wir haben die besten Alben für euch zusammengestellt.

Schon viele Wochen vor dem Fest liegen die ersten CDs und Vinylplatten mit besinnlichen Lieder stapelweise in den Läden. Und ist Heiligabend erst einmal da, weiß man oft trotzdem nicht, welche Musik man spielen soll. Da können wir Ihnen helfen: mit den schönsten Weihnachtsalben des Jahres.

Till Brönner:

Wenn einer der erfolgreichsten deutschen Jazzmusiker und weltbekanntesten Trompeter im Trio-Format Weihnachtslieder spielt, kommt kein überzuckerter Kitsch dabei heraus. Mit „Christmas“ schafft Till Brönner (50) das Kunststück, selbst altbekanntem Material wie „Silent Night/Stille Nacht“ oder „Jingle Bells“ seine eigene Note hinzuzufügen. Mit Frank Chastenier (Piano) und Christian von Kapphengst (Bass) gelingen dem Berliner elf Weihnachts-Kleinode – und zum berührenden Abschluss erklingt Heinz Rühmanns „La Le Lu“.

Kelly Clarkson:

Wer mit Mariah Careys neuestem Weihnachts-Hit „Fall In Love At Christmas“ noch nicht ausreichend versorgt ist, der findet bei dieser mehrfachen Grammy-Gewinnerin ein gutes Dutzend Zugaben. Auf „When Christmas Comes Around …“ schmettert und jubiliert die 2002 als „American Idol“-Gewinnerin berühmt gewordene Sängerin Kelly Clarkson so stimmgewaltig, als wolle sie die „Queen of Christmas“ Carey vom Thron stoßen. Eine uramerikanische Mischung aus Swing und Schmachtfetzen, inklusive Promi-Gästen wie Ariana Grande und Chris Stapleton.

Brian Fallon:

Eigentlich ist der US-Sänger eher für Folkrock mit Punk-Einschlag zuständig. Doch vor Weihnachten zeigt er seine melancholische Seite bei traditionellen Kirchenliedern auf „Night Divine“. „Das waren die ersten Lieder, die ich je gehört und gelernt habe“, erinnert sich der 41-Jährige. „Die Idee hat also schon lange in meinem Kopf herumgespukt.“ Auch bei einer Hymne wie „Amazing Grace“, die natürlich schon größere Stimmen interpretiert haben, macht der Frontmann von The Gaslight Anthem keine schlechte Figur.

Hiss Golden Messenger:

Bei weitem nicht jeder Rockmusiker bekommt eine gute, geschmackssichere Weihnachtsplatte hin – das Projekt von M.C. Taylor (46) macht auf „O Come All Ye Faithful“ indes alles goldrichtig. Nach „Quietly Blowing It“, einem der überragenden Americana-Alben dieses Jahres, verwöhnt die Band aus North Carolina die Hörer mit einigen Christmas-Standards, vor allem aber auch neuen, selbstkomponierten festlichen Liedern. Erneut gelingen Taylor und Co. prächtig funkelnde Songjuwelen zwischen Southern Soul und Folkrock.

Norah Jones:

Die 42-Jährige könnte mit ihrer immer leicht schläfrigen und grundsympathischen Stimme vermutlich auch das Telefonverzeichnis ihrer Geburtsstadt New York anmutig heruntersingen – umso schöner, dass sie weihnachtliches Liedgut aus fremder und eigener Feder bevorzugt hat. Das mit einer fabelhaften Band eingespielte „I Dream Of Christmas“ tänzelt zwischen Piano-Jazz, Swing und Folkpop. Wenn diese tolle Pianistin und Sängerin „White Christmas“ anstimmt, dann fehlt wirklich nicht mehr viel zum erträumten Weihnachtsglück.

Jonas Kaufmann:

Voriges Jahr war dem Super-Tenor mit „It’s Christmas“ ein hochseriöses, stimmungsvolles Weihnachtsalbum gelungen – kein Wunder bei dieser Wahnsinnsstimme. Nun gibt es einen Nachschlag: die „Extended Edition“ inklusive sieben neuer Titel. Mit den Liedern habe er versucht, „einer Musikgattung Tribut zu zollen, die für mich, der ich in Bayern und Tirol aufgewachsen bin, sofort Weihnachtsstimmung auslöst: die alpenländische Stubenmusi“, sagt der Opernstar.

Patrice:

Der Kölner Singer/Songwriter feiert „Rocksteady Christmas“ – und macht mit diesem  Album eine Zeitreise ins Jamaika der 60er und 70er Jahre. Reggae-Legenden wie  etwa Judy Mowatt, die zu den I-Threes-Background-Sängerinnen von Bob Marley gehörte, oder Nadine Sutherland, die das erste Signing bei Marleys Label Tuff Gong war, sind dabei. Aber auch aktuelle Künstler wie der Comedy-Star Teddy Teclebrhan.

Lucinda Williams:

Wenn die Grande Dame der Alternative-Country-Musik, des Blues und Folk ein Weihnachtsalbum einspielt, dann bleibt sie sich und ihrem rauen Sound treu: „Have Yourself A Rockin’ Little Christmas“ ist auch bei traditionellen Liedern ein Fest für die vom Leben gegerbte Stimme der 68-Jährigen, gefühlsduselig wird es nicht. Dass sie neben Tribute-Werken für Tom Petty, Bob Dylan und die Stones im Lockdown auch Stücke wie „Run Run Rudolph“ oder „Christmas In New Orleans“ auf ihre eigene Art aufnahm, war definitiv eine gute Idee. (LL/DPA)

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