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Von Ina Müller bis Tim Mälzer: 20 Promis engagieren sich für „Einer kommt, alle machen mit“

Von Ina Müller bis Tim Mälzer: 20 Promis engagieren sich für „Einer kommt, alle machen mit“

21.04.2021
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Fischkopp Ina Müller ist bei „Einer kommt, alle machen mit“ am 12. Mai auch dabei! Foto: Sandra Ludewig

Von Janina Heinemann

Nach wie vor sind Hamburgs Theatersäle leer, die Konzerthallen still und die Kinos dunkel. Viele Kulturschaffende kämpfen um ihre Existenz. Damit sich das – zumindest für einige – ändert, organisiert der Verein „MenscHHamburg“ erneut ein Solidaritäs-Nicht-Festival. Das Motto: „Einer kommt, alle machen mit“.

20 Künstler aus Hamburg, Köln, Berlin und Leipzig dürfen jeweils einzeln in einer Hamburger Kulturstätte wie dem Molotow, dem Allee-Theater, den Zeise-Kinos, der Markthalle oder dem St. Pauli-Theater eine gewisse Zeit performen – natürlich ohne Live-Publikum. Das Geld kommt Kulturschaffenden zugute.

„Einer kommt, alle machen mit“: 20 Künstler sind beim Soli-Festival dabei

„Mir war wichtig, dass wir Künstler aus ganz Deutschland dabeihaben“, sagt Organisator Lars Meier. „Wir wollen die Vielfalt der Kultur zeigen.“ Mit dabei sind unter anderem TV-Koch Tim Mälzer, Sängerin und Moderatorin Ina Müller, Schauspieler Bjarne Mädel, Comedian Torsten Sträter und Prinzen-Frontmann Sebastian Krumbiegel. Ihre Darbietungen werden ganz unterschiedlich ausfallen – Konzerte, Lesungen oder auch lockeres Erzählen.

„Die Künstler haben nur ein Zeitlimit, in der Gestaltung sind sie frei“, sagt Lars Meier. Die Einzelshows werden vorher aufgezeichnet und zu einem zwei- bis dreistündigen Film zusammengeschnitten. Der ist dann am 12. Mai ab 19 Uhr für alle, die ein Ticket gekauft haben, im Stream verfügbar. Wer zusätzlich zum Ticket spenden will, kann das tun. Denn Meier hat sich mit seinem Verein ein hohes Ziel gesetzt: 180.000 Euro will er mit Ticketverkäufen und Spenden generieren. „Das wäre so, als wenn jeder Hamburger zehn Cent spendet“, erklärt er diese Summe.

Für den Abend am 12. Mai können Tickets für 22 Euro erworben oder auch höhere Summen gespendet werden

Dass das Erreichen dieses Ziels keineswegs abwegig ist, zeigt der Erfolg der ersten beiden Nicht-Festivals „Keiner kommt“ und „Einer kommt“ im vergangenen Jahr. Sie brachten 600 000 Euro Spenden ein, die an krisengebeutelte Kulturschaffende verteilt werden konnten. Dieses Mal können sich Künstler, Bühnenbildner, Schauspieler und Co., die eine Corona-Finanzspritze brauchen, bewerben. Das Spendengremium von „MenscHHamburg“ entscheidet dann, wer welche Summe bekommt, sodass es möglichst gerecht ist.

Organisator Lars Meier freut sich auf das Festival „wie ein Kind an Weihnachten“

Eine Menge Arbeit kommt also auf die Organisatoren zu. Aber Lars Meier hat richtig Lust auf die Aufgaben: „Ich bin froh, dass ich das machen darf. Es ist ein großer Spaß für mich und fühlt sich nicht so sehr nach Arbeit an.“ Dem 12. Mai fiebert er entgegen „wie ein Kind Weihnachten“. Und wenn er am Ende ganz viel Geld an gebeutelte Kulturschaffende ausschütten kann, ist er glücklich. Also, Ticket kaufen, Stream genießen und der Kulturszene unter die Arme greifen!

„Einer kommt, alle machen mit“: Stream am 12.5., 19 Uhr, 22 Euro, die Tickets und das komplette Line-up gibt‘s hier!

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