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Überraschung! AnnenMayKantereit veröffentlichen Corona-Album „12“

AnnenMayKantereit haben ein Überraschungsalbum veröffentlicht. Foto: Martin Lamberty
AnnenMayKantereit haben ein Überraschungsalbum veröffentlicht. Foto: Martin Lamberty
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Das Gefühl, eine große Tour komplett abbrechen zu müssen, muss schrecklich sein. So ist es auch AnnenMayKantereit, eine der gefragtesten Bands Deutschlands, in diesem Corona-Jahr ergangen. Die Bandmitglieder Christopher Annen, Henning May und Severin Kantereit mussten in ihre vier Wände zurückkehren. Aus der Not und Leere heraus wurden sie aber wieder kreativ und erschufen im Lockdown ihr neues Album „12“, das sie heute als große Überraschung veröffentlichen.

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Die Pressemitteilung ist sehr persönlich geraten, Sänger Henning May selbst ist der Verfasser. Er schreibt darin, dass seine Band die Hamburger Trabrennbahn ausverkauft hatte, dass sie Konzerte in Moskau, St. Petersburg und Istanbul (!) geplant hatten und sie ihre Tour mir einer „Warm-up“-Show in Görlitz ganz normal begannen.

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AnnenMayKantereit mussten wegen Corona ihre Tour abbrechen

Am 28. Februar mussten AnnenMayKantereit dann aber das erste Konzert in der Schweiz wegen des Infektionsschutzgesetzes absagen und nach Deutschland zurückkehren. Am 6. März konnten sie dann aber noch in Chemnitz spielen. Aber dann kam das schlimme Ende: Alle weiteren Konzerte konnten nicht mehr stattfinden und die Bandmitglieder hockten auf einmal wieder zu Hause. Corona. Lockdown.

AnnenMayKantereit: „12“ ist unter besonderen Corona-Bedingungen entstanden

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Aber im Lockdown hat die Band ein Album gemacht, das alles andere als normal ist: „Per Video-Call. Per Telefon. Per Mail und in Chatverläufen“ ist es entstanden, schreibt Henning May. Er saß dafür an einem desinfizierten Klavier und sein Produzent hinter einer Scheibe.

„Wir haben uns oft für die Momente entschieden. Für die spontanen Handy-Aufnahmen, für die Versprecher, das Räuspern, das Vogelzwitschern oder knarzende Klavierstühle. Hoffentlich kann man erahnen, was wir damit gern unterstreichen wollten.“

Sänger Henning May (28) über die Entstehung ihres Lockdown-Albums „12“

Die allerersten Zeilen des Albums, die Henning May übers Telefon eingesprochen zu haben scheint, sind diese hier: „Alles, was wir haben, kommt aus der Vergangenheit“. Ähnlich düster und destruktiv geht es weiter, die Zeile voN Song Nummer Zwei „So wie es war, wird es nie wieder sein“ bringt die Corona-Situation in der Konzert- und Kulturbranche perfekt, äh, auf desaströse Weise, auf den Punkt.

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Aber dann gibt es da auch so herrliche Zeilen wie „Ich glaub‘, Corona ist berühmter als der Mauerfall und Jesus zusammen, dabei hat es gerade erst angefangen“ im Song „Gegenwartsbewältigung“, über die man, gepaart mit schierer Verzweiflung, einfach nur lachen muss.

Das Album ist voll mit solchen Zeilen – wenn wir mal irgendwann unseren Enkelkindern in einer besseren Zeit von Corona erzählen, dann könnten wir als Soundtrack dazu dieses Album anmachen.

AnnenMayKantereit haben das Album in drei Teile eingeteilt

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AnnenMayKantereit ist es wichtig, das Album in drei Teilen zu sehen: „den düsteren Beginn, das Aufatmen danach und die süß-bittere Wahrheit zum Schluss“, wie Henning May selbst in der Mitteilung schreibt. Deswegen fühlt sich der Mittelteil des Albums auch irgendwie wie der Sommer 2020 an, der nahezu normal wirkte und bei dem die erfinderische Not viele neue Ideen fürs Leben hervorgerufen hat.

Und in der „Letzten Ballade“ kommt die Erkenntnis, dass Musik immer da ist: „Lieder kann niemand verbrennen und sie sind warm, wenn du frierst. Glaub‘ mir, ich werde singen, auch wenn es niemanden mehr interessiert.“ Die Welt ist voll mit Corona, Klimawandel, Moria, Hanau und weiteren schlimmen Dingen … AnnenMayKantereit resümieren: „Vielleicht schreibe ich irgendwann über den Weltuntergang. Der Titel ‚Die Letzte Ballade‘ hat, finde ich, einen sehr guten Klang.“

„12“ ist heute digital bei „AnnenMayKantereit & Irrsinn Tonträger“ erschienen. Am 27. November kommt das dritte Album der Band dann auch auf CD und Vinyl heraus.

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