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Miu: Wie die Hamburgerin trotz Corona durchstartet

Trotzt Corona: die Hamburger Sängerin Miu.
Trotzt Corona: die Hamburger Sängerin Miu. Foto: imago
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„Disco & Champagner!“ – die Hamburger Musikerin Miu (eigentlich Nina Graf) hat ein neues Motto. Denn statt den Kopf in den Sand zu stecken und sich der Melancholie der Corona-bedingten Flaute im Kulturbetrieb hinzugeben, hat sie mit ihrer Band die EP „Everybody Dances But Me“ aka Corona-Tapes aufgenommen.

10.000 Euro hat sie mittels Crowdfunding-Kampagne dafür von ihren Fans eingesammelt. „Ihr habt uns was gegeben – wir geben was zurück“, bedankt sie sich auf Facebook für die Solidarität. Disco-Streicher und funkige Basslinien laden im Titelsong zur kollektiven Party ein – nur die Sängerin selbst will nicht mittanzen. Ein bisschen drückt die Krise eben doch auf die Stimmung. Bis die Pandemie die Welt heimsuchte, lief es bei Miu rund.

Dass die Künstlerin sich längst eine treue Gefolgschaft erspielt hat, die sie gern unterstützt, hatte sich schon 2019 bei ihrem dritten Studioalbum gezeigt: Mit „Modern Retro Soul“ stieg sie auf Platz 68 der Albumcharts ein. Ein toller Erfolg für jemanden, der kein Mayor-Label im Rücken hat und sich vom Songwriting bis zur Ausstattung der Videoclips um alles selbst kümmert.

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Und was das für tolle Videos sind! Wenn sie etwa bei „Be The Bigger Person“ mit Herzluftballon allein auf dem Bahnsteig wartet und mit wundervollem Soul in der Stimme wahrhaftige Größe zeigt, sorgt das für Gänsehautschauer im positivsten Sinne. Vergleiche zu Amy Winehouse und Adele sind nicht weit hergeholt. Aber Miu hat auch eine andere Seite, wenn es um die Interessen unabhängig agierender MusikerInnen geht. Dann ist sie gerne mal unbeugsam, kompromisslos und laut. Denn es muss ja weitergehen, trotz Corona.

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