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„Krach+Getöse“-Award: Diese Newcomer muss man auf dem Schirm haben!

„Krach+Getöse“-Award: Diese Newcomer muss man auf dem Schirm haben!

22.06.2022
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Die Preisverleihung fand am Dienstag (20.6.) im Imperial-Theater statt - hier freut sich King LX gerade über seinen Preis. Foto: Basti Müller

Die Preisverleihung fand am Dienstag (20.6.) im Imperial-Theater statt – hier freut sich King LX gerade über seinen Preis. Foto: Basti Müller

Gestern (21.6.) ging die Verleihung des Hamburg-Music-Awards „Krach+Getöse“ von „RockCity“ Hamburg und der Haspa Musik Stiftung über die Bühne. Im Imperial-Theater bekamen fünf vielversprechende Hamburger Newcomer den Preis, der ihnen ein Jahr lang vollste Unterstützung aus der Hamburger Musikszene, ein Preisgeld und viele Gigs beschert. Wir stellen euch hier die fünf Gewinner vor, die von der hochkarätigen Musiker:innen-Jury um Cassandra Steen, Hendrik Otremba, Oyèmi Noize, Reimer Bustorff, Sarah Muldoon und Yassin ausgewählt wurden.

Deer Anna: Musik zwischen den Wolken

Gewinnerin Deer Anna. Foto: Marc Feldes

Deer Anna macht Musik zwischen den Wolken. Mit ihrer klaren, fast schwebenden Stimme zeigt die Hamburger Singer/Songwriterin wie leicht und schön Indie- und Folkpop sein können: Ihre atmosphärischen Gitarren-Arrangements erschaffen einen musikalischen Raum, in dem sich Zuhörende wohlfühlen und sich die Sängerin selbst von den Unwägbarkeiten des Lebens befreien kann. Wie ihre erste Single „Dawn“ (2021) steht ihre Musik für eine Art Sonnenaufgang, der Wärme, Schutz und Strahlen verspricht. Im Frühjahr dieses Jahres legte Deer Anna die EP „Have I Ever Been Asleep“ nach, die auch die „Krach+Getöse“-Jury überzeugte.

King LX: „Ich freue mich wie ein Keks!“

Gewinner King LX. Foto: Shafeeq Nickels

King LX heißt bürgerlich Benji Asare und kommt aus einer musikalischen Familie. Schon sein Opa hat in den 30ern verbotene Swing-Musik in Hamburger Szeneclubs gespielt. Von ihm hat Asare nicht nur seine erste Gitarre bekommen, sondern auch den Drang zur Bühne. Dort performt King LX englischsprachigen Pop mit Soul und R’n‘B-Einflüssen. Der Künstler wird in diesem Jahr noch unter anderen noch Supportshows für Gentleman und Joss Stone (!) spielen. Auf dem Weg zum Debütalbum sitzt King LX nun mit auf dem Gewinnerthron von „RockCity“. „Ich freue mich wie ein Keks!“, sagt er.

Moyo Ray: Musik aus dem Herzen

Gewinnerin Moyo Ray. Foto: Alexander Schliephake

Moyo Ray ist „music from the heart“. Um zu berühren, braucht die Singer/Songwriterin nicht viel. Nur eine Gitarre, mit der sie ihre weiche und zugleich tiefdringende Stimme begleitet. Weniger ist mehr – vor allem wenn Jazz, Folk, Liebe und Schmerz aufeinandertreffen. So zieht sie Zuhörende in ihre minimalistische und biografisch angehauchte Klangwelt, die an Größen wie Lianne La Havas oder Nai Palm erinnern. „Ich will niemanden unterhalten“, sagt sie, „Ich will, dass ihr mit mir zusammen auseinanderfallt.“ Laut „RockCity“ ist die Nachwuchs-Singer/Songwriterin „ein heftiges Ausnahmetalent, das die Jury geschlossen vom Stuhl gefegt hat.“

Rauchen: Hardcore-Punk made auf St. Pauli

Gewinnerband Rauchen. Foto: Larissa Jacobsen

Rauchen? Das ist Hardcore-Punk made auf St. Pauli. Die Band formierte sich noch vor der Pandemie – in ihrem Proberaum in der Otzenstraße arbeiten sie seitdem daran, ihre Wut, Unsicherheit und Energie in ihrer Musik zu bündeln. Ihre erste EP „Tabakbörse“ (2018) ist nach dem nächstgelegenen Kiosk benannt. Ihr Musik ist auch immer gespickt von Themen, die wehtun können: Feminismus, Kapitalismus, Gewalt. „Als eine Band, die eher härtere Musik macht, fühlt es sich verrückt an, einen solchen Preis zu bekommen“, sagen die vier. „Wir wollen die Reichweite und das Preisgeld nutzen, um auf Dinge aufmerksam zu machen, die uns wichtig sind.“

Satarii: Musik gegen toxisches Testosteron

Gewinnerin Satarii. Foto: Leroy Husar

Wer Satarii für eine liebe Korean-Pop-Künstlerin hält, liegt falsch. Sie ist Rapperin und eine Superheldin mit Japan-Kult, die die Welt so noch nicht gesehen hat. Und ihre HipHop- und Trap-Beats sind alle selbst produziert. Sie setzt neue Standards innerhalb der jüngsten Deutschrap-Generation. Ihre Musik ist schlagfertig und immer genau so, wie sie es will: „Während alle über Status reden, mache ich mir die Nägel“, heißt es ihrem Song „DIY“. Eine Barbie ist sie aber nicht, eher eine Jeanne d’Arc, die sich in ihren Texten vor allem gegen toxisches Testosteron zu wehren weiß. Sie will Catcaller zum Schweigen bringen und Frauen dazu ermutigen, sich auf ihre innere Stärke zu berufen.

Am 29.6. (18 Uhr) treten Moyo Ray und King LX bei der „Acoustics“-Konzertreihe auf dem Lattenplatz vorm Knust auf. Am 6.7. (18 Uhr) folgt Deer Anna bei selbiger Reihe. Tickets ab 15 Euro gibt es hier!

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