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„Heute Pläne, morgen Konfetti“: Die Donots haben jetzt eine Band-Biografie

„Heute Pläne, morgen Konfetti“: Die Donots haben jetzt eine Band-Biografie

19.04.2021
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Grund zum Grinsen: Die Donots haben heute ihre BAnd-Biografie „Heute Pläne, morgen Konfetti“ herausgebracht. Foto: Tobias Sutter

27 Bandjahre, 11 Alben, mehr als 1.200 Konzerte in 21 Ländern, eine Band-Doku vom „WDR Rockpalast“, zuletzt ein Live-Album und die Verkündung, dass Frontmann Ingo Knollmann bald seine eigene Radioshow hat – jetzt fehlt nur noch die Band-Biografie der Donots, oder? Wie passend, dass das Buch heute erschienen ist! Wir haben mit Ingo Knollmann über „Heute Pläne, morgen Konfetti“ gesprochen – und weiter unten gibt’s auch einige Exemplare des 360 Seiten starken Buchs zu gewinnen!

„Heute Pläne, morgen Konfetti“ ist auch ein Song der Donots. Das Buch hat 360 Seiten, enthält viele Fotos und zeigt alte Flyer und Poster

Die aus Ibbenbüren stammende Punkband hat das Buch zusammen mit dem Journalisten und Autoren Ingo Neumayer geschrieben. Er war Redakteur und Chefredakteur beim „Visions“-Magazin und die Band kennt ihn seit Mitte/Ende der 90er: „Ingo hat unsere Laufbahn komplett begleitet“, erzählt Ingo Knollmann. „Er war schon bei unserem zweiten ‚DIY‘-Album dabei, als wir unseren Plattenvertrag bekommen haben oder als wir in New York und London gespielt haben. Er kennt uns einfach und weiß mit Delikatem umzugehen, kann uns musikalisch und geschichtlich einordnen und wir konnten ihn immer anrufen, wenn uns etwas Neues eingefallen ist.“ Der perfekte Kandidat also für dieses Buch!

Ingo Neumayer war schon bei unserem zweiten ‚DIY‘-Album dabei, als wir unseren Plattenvertrag bekommen haben oder als wir in New York und London gespielt haben.

Ingo Knollmann über den Autoren, mit dem sie das Buch zusammen geschrieben haben 

Das erste Gespräch zum Buch fand 2017/2018 statt: „Da haben wir einen ganzen Tag mit Diktiergerät zusammen in einem Café gesessen, unsere komplette Geschichte erzählt und uns den Mund fusselig gequatscht“, erinnert Ingo Knollmann sich. Dann haben sie begonnen, Einzel-Interviews zu machen und immer, wenn Ingo Neumayer wieder einen Batzen fertig hatte, konnte die Band in einem Google-Dokument nachgucken, ob er ihr Gefühl und die Ereignisse richtig getroffen hatte.

Für das Buch ist die Band auch auf ihre Dachböden gekraxelt und halt ganz viele alte Fotos, Flyer und Poster hervorgekramt. Außerdem kommen auch befreundete Bands und Künstler mit Gastbeiträgen zu Wort. „Damit hätten wir locker 1000 Seiten füllen können“, sagt Ingo Knollmann. Am Ende sind es aber „nur“ 360 Seiten geworden – auch schon ganz schön dick!

So sieht das Cover des Buchs aus, es ist beim Ventil-Verlag erschienen und kostet 40 Euro.

 

Auf die Frage, ob sie sich mit eigener Bandbiografie jetzt schon alt fühlen, entgegnet Ingo: „Wir sind tatsächlich alle total baff, dass wir das schon 27 Jahre machen und dass es weiterhin Bestand hat. Wir können uns im 27. Bandjahr aber immer noch selbst überraschen und stehen eigentlich erst jetzt auf eigenen Füßen: mit eigenem Label, Management, Studio – und jetzt spielen wir die größten Shows unserer Laufbahn. Jetzt sind die ,Hey-Days‘ der Band – welche Band kann das schon nach 27 Jahren sagen?“

Am meisten lachen musste Ingo bei den ganzen alten Fotos: „Wie haben wir damals nur ausgesehen! Das ist wirklich der Wahnsinn! Da kann man wirklich sagen: Früher war nicht alles besser.“

Eine Seite aus dem Buch. Äh ja, das mit dem Aussehen stimmt wohl! 

 

Eine ganz absurde Geschichte weiß er von einem Abend in Japan in einer Art Kneipe zu erzählen, die wie ein Irrenhaus gestaltet war. Die Band hatte gerade beim weltweit größten Indoor-Punkfestival, gespielt und Gitarrist und Bruder Guido Knollmann hatte um 0 Uhr Geburtstag:

Da liefen überall so verrückte Professoren und Krankenschwester herum und wir haben in einer Art Parzelle gesessen, die wie eine Gummizelle war. Irgendjemand hat denen offenbar verraten, dass Guido Geburtstag hatte und um 0 Uhr ging dann das Licht aus und es gab ein Riesengeschrei. Dann kam ein verrückter Arzt mit riesiger Spritze an und zwei Krankenschwestern mit Rollstuhl. Guido wurde dann bis auf die Unterhose ausgezogen und es wurde ihm eine Wunderkerze – quasi als Penis – in die Unterhose gesteckt. Solche ‚WTF‘-Momente sind einfach unbezahlbar.

eine verrückte Anekdote aus dem Buch

Natürlich wird die alles andere als geradlinige Karriere der Band in dem Buch auch ausführlich behandelt. „Wir waren nicht von jetzt auf gleich Superstars. Wir hatten superviele Irrungen und Wirrungen und haben uns zum Beispiel aus Plattenverträgen herausgeklagt. Als wir 2008 mit dem eigenen Label angefangen haben, mussten wir wieder erst mal wieder ganz kleine Brötchen backen und hatten kein Geld mehr auf dem Bandkonto. Da sind wir nur zu zweit zum Videodreh geflogen, weil wir uns das nicht leisten konnten“, erinnert Ingo Knollmann sich. Auch seine persönlichen Probleme, als er ein Burnout und eine Angststörung hatte und die Band-Reisen nur noch mit Psychopharmaka antreten konnte, werden im Buch behandelt: „Ich bin froh darüber, dass sowas auch im Buch steht und man heutzutage ohne Stigma darüber reden kann. Früher wollte ich das noch nicht und habe mich auch geschämt, aber mittlerweile gibt‘s da eine ganz andere Awareness.“

Ich bin glücklich darüber, dass sowas auch im Buch steht und man heutzutage ohne Stigma darüber reden kann. Früher wollte ich das noch nicht und habe mich auch geschämt, aber mittlerweile gibt‘s da eine ganz andere Awareness.

Ingo Knollmann über sein Burnout und seine Angststörung

Die ganzen Erinnerungen, die das Buch jetzt auch verschriftlicht, führen Ingo Knollmann vor allem eines vor Augen: „Es macht mich stolz und dankbar, wie groß unser Netzwerk an Freunden auf der ganzen Welt ist. Das sind Leute, auf die du dich immer verlassen kannst und die es wirklich ernst und gut mit dir meinen. Das ist das an Punk, was mich inspiriert und mich jeden Morgen gerne aufstehen lässt. Das ist eine Familie außerhalb der Familie.“

Das ist eine Familie außerhalb der Familie.

Ingo Knollmann über Punkrock

Eine ganz besondere Hamburg-Geschichte wird in dem Buch übrigens auch behandelt, sie hat mit Guido Knollmann, einem Sodom-Shirt, einem verrückten Fan und einem spontan gestochenen Tattoo zu tun – Ingo Knollmann hat diese Geschichte an dieser Stelle schon mal MOPOP erzählt. Im Buch gibt es nun auch Beweisfotos vom besagten Tattoo!

Das Donots-Buch „Heute Pläne, morgen Konfetti“ von Ingo Neumayer ist beim Ventil-Verlag erschienen. Für 40 Euro kann man es signiert, iklusive Poster und Lesezeichen, im Online-Shop der Band bekommen.

Hier könnt ihr Exemplare des Donots-Buchs gewinnen!

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantwortet einfach folgende Frage: Wie heißt der Autor des Buches? Schickt die Antwort in einer E-Mail mit dem Betreff „Donots“ und eure Kontaktdaten an: mopop@mopo.de.

Teilnahmeschluss ist Sonntag (25. April), um 24 Uhr.

Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel:

Teilnahme ab 18 Jahren bis 25.4.2021 (Einsendeschluss: 24 Uhr). Die Gewinner werden durch Los ermittelt. Die Gewinner werden telefonisch oder per Mail benachrichtigt. Veranstalter des Gewinnspiels: Hamburger Morgenpost Verlag GmbH, Barnerstraße 14, 22765 Hamburg.

Daten der Teilnehmer werden zur Auswertung der Aktion gespeichert und 14 Tage nach der Beendigung der Aktion gesperrt und dann nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur, wenn es für die Durchführung des Gewinnspiels notwendig ist.

Als Teilnehmer sicherst du zu, dass eingesendete Beiträge frei von Rechten Dritter sind, insbesondere keine dritten Personen unberechtigt abgebildet oder genannt werden.

Die Datenverarbeitung kannst du durch Mitteilung auf gleichem Wege wie die die Teilnahme jederzeit widerrufen. Beachte dazu auch unsere Datenschutzerklärung.


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