Die Berliner Band Culcha Candela, bekannt durch ihren 2007er-Hit „Hamma“, steht gerade mächtig in der Kritik. Grund dafür sind Screenshots eines Chats, die auf Social Media für Aufregung sorgen. Die Screenshots zeigen herablassende Antworten auf die Anfrage einer jungen Frau, die sich die Band für ihren 18. Geburtstag gewünscht hatte. Nun wurde der Chat geleakt – und die Fans sind empört.
Vergangene Woche schrieb ein junger Fan die Band über einen Business-Chat an und fragte freundlich (und wahrscheinlich nicht ganz ernst gemeint), ob sie bei ihrem 18. Geburtstag auftreten könnten. Doch die Antwort fiel alles andere als höflich aus. „Mit 18 solltest du doch schon etwas schlauer sein, Mausi…“, hieß es in einer der Nachrichten. Auf ihre Entschuldigung und Erklärung, dass es sich nur um eine Frage gehandelt habe, reagierte die Band weiter patzig: „Ob du weißt, was es allein kostet, wenn wir uns von A nach B bewegen? Ohne Crew, Bühne, Verpflegung, Unterkunft und Gage.“ Dazu der Seitenhieb: „Würdest du Drake fragen? Oder Cro?“
Freche Antwort: „Mit 18 solltest du doch schlauer sein, Mausi…“
Die junge Frau versuchte, die Situation zu entschärfen, und schrieb, dass ein einfaches „Geht leider nicht“ gereicht hätte. Doch die Band legte nach: „Girl, deine Frage ist das einzig Lächerliche, ehrlich.“
Schließlich verabschiedete sich die Gruppe mit den Worten: „Alles Gute trotzdem. Zeig den Leuten einfach alleine, dass du cool bist. Ist eh besser.“ Die Frau resümierte frustriert, es sei „dumm gewesen zu glauben, dass die Sänger, deren Musik ich richtig geil finde, nett antworten“.
Die Screenshots gingen viral, und die Fans lassen seitdem ihrer Wut freien Lauf. In den Kommentaren unter den Social-Media-Beiträgen der Band heißt es: „Ziemlich lächerlich euer Verhalten gegenüber Fans“ oder „Ein einfaches Nein hätte auch gereicht. Peinlich.“ Besonders die herablassenden Worte wie „Mausi“ und „Girl“ sowie der Vergleich mit Superstar Drake stoßen vielen übel auf.
Fans toben: „Peinliche Aktion“
Ein Nutzer auf X (ehemals Twitter) meinte: „Die gute Presse, die sie bekommen hätten, wenn sie einfach mal ganz nett aufgetreten wären, vielleicht einen kleinen Akustik-Song gespielt hätten – neeee, lieber sowas.“
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Die „Berliner Zeitung“ versuchte, eine Stellungnahme von der Band und ihrem Management zu erhalten, doch ohne Reaktion. Stattdessen scheinen die Verantwortlichen auf Social Media zur Schadensbegrenzung überzugehen: Kritische Kommentare unter den Posts wurden gelöscht, und die Kommentarfunktion auf Instagram ist inzwischen eingeschränkt. Wer den Account der Gruppe zum Zeitpunkt des Chats betrieb, bleibt bisher ungewiss.

































