Lars, der Bruder von Frontmann Marcus Wiebusch, hat überraschend angekündigt, Kettcar nach den im Juni geplanten Konzerten zu verlassen. Ist das das Aus für die Hamburger Band? Zumindest ist nun bekannt, wo Lars seinen Schlussakkord spielt.
25 Jahre, sechs Alben, ungezählte Live-Konzerte und ein Platz im Herzen all jener Menschen in Hamburg (und weit darüber hinaus, aber wir wissen ja alle: „Landungsbrücken raus“, hinter Hamburg kommt eh nix mehr), die auch nur eine klitzekleine Ecke für exzellent gemachten Pathos-Pop mit Haltung haben. Kettcar hat über die Jahre eine Band-Bilanz geschrieben, die sich mehr als sehen lassen kann: „Wir werden nie enttäuscht werden“.
Kettcar: Gründungsmitglied Lars Wiebusch hört auf
Obwohl, so ganz stimmt das nicht: Denn Lars Wiebusch, Keyboarder, Co-Sänger, Gründungsmitglied und seines Zeichens Bruder von Frontmann Marcus, hört auf. Nicht ganz sang- und klanglos – die im Juni geplanten Kettcar-Konzerte macht er noch mit – aber danach heißt es „Ich danke der Academy“. Das gab Wiebusch am Mittwoch via Instagram bekannt: „Für mich beginnt jetzt ein neues Kapitel, auf das ich mich sehr freue. Neuer Elan für neue Projekte beflügelt mich gerade.“
Ist das jetzt das Aus für die ganze Band? Nein, beruhigt Wiebusch: „Marcus, Reimer, Erik und Fieten machen aber weiter und ich wünsche ihnen nur das Beste. Ich bin mir ganz sicher, dass sie einen guten Ersatz für mich finden werden und ihr noch viele weitere Jahre tolle Konzerte mit den Jungs haben werdet.“
Kettcar spielt ein Geheimkonzert im Juni
Bleibt den Kettcar-Fans nur „Im Taxi weinen“ und dann auf die „Trostbrücke Süd“. Oder zu einem der letzten Konzerte in Originalbesetzung: Am 18. Juni in Bremen im Schlachthof, einen Tag später auf dem Traumzeitfestival in Duisburg (der Gig auf der Stralsunder Fähre am 21. Juni ist ausverkauft).
Oder am 22. Juni auf der Rathausbühne der Kieler Woche. Dort werden Kettcar das allerletzte Mal in dieser Besetzung spielen. Los geht’s um 22.15 Uhr, der Eintritt ist gratis.
Wer Lars Wiebusch also einen gebührenden Abschied bereiten will, muss rund 100 Kilometer weit fahren. Doch was ein echter Kettcar-Fan ist, der geht über die „Volle Distanz“.


































