Share on facebook
Share on twitter

„Breit in 100 Sekunden“: Heinz Strunk haut ’nen Ballermann-Hit raus

„Breit in 100 Sekunden“: Heinz Strunk haut ’nen Ballermann-Hit raus

28.07.2022
Share on facebook
Share on twitter
Schriftsteller Heinz Strunk

Der Schriftsteller hat auf Bitte des „Zeit-Magazins“ einen Schlager gedichtet, zu dem es direkt ein Musikvideo gab. Foto: picture alliance/dpa/Christian Charisius

Der Schlagersong „Layla“ von DJ Robin & Schürze war auf Platz 1 der deutschen Single-Charts, bis das Lied wegen Sexismus-Vorwürfen teilweise verboten wurde. Weil der Song so „in Verruf geraten“ sei, hat sich das „Zeit-Magazin“ jetzt auf die Suche nach Ersatz begeben – und unter anderen den Hamburger Heinz Strunk als Texter und Interpret gefunden.

Mit viel Selbstironie präsentiert das „Zeit-Magazin“ jetzt das Ergebnis: Um „Ersatz“ für den Ballermann-Song „Layla“ zu finden – und den Ballermann auch kräftig zu parodieren – wurden bekannte Autor:innen eingeladen, den perfekten neuen Party-Song zu dichten.

Heinz Strunk singt: „Liebe ist ein Gefühl, Durst auch“

Neben Carla Kaspari, Wladimir Kaminer, Jan Weiler und Mirna Funk hat auch der Hamburger Schriftsteller, Musiker und Schauspieler Heinz Strunk einen Songtext eingereicht. Zeilen wie „Liebe ist ein Gefühl, Durst auch/Ich bin schuldig, schuldig weil nüchtern/Sei wie du bist, aber sprich nicht drüber/trink jetzt aus, bevor der Schaum hart wird“ oder „Vorbeugen ist besser als auf die Schuhe zu kotzen/Du musst mal zum Friseur, aber nicht wegen der Haare/1 Kasten Bier ist 1 Getränk für 2 Personen“ klingen dabei schon ziemlich nach Schlager-Parodie.

Der Text scheint dabei so gut angekommen zu sein, dass der 60-Jährige seinen Ballermann-Hit unter dem Namen „Pierre Panade“ direkt eingesungen hat, die Musikproduktion stammt aus dem Hause der Hamburger Produktionsfirma „Kontor Records“. Ein Musikvideo inklusive klassischer Poser-Elemente in Ostsee-Szenerie rundet das Gesamtpaket ab.

Heraus kam der Song „Breit in 100 Sekunden“, dessen Video innerhalb eines Tages auf YouTube knapp 35.000 Mal geklickt wurde. Den Kommentaren kann man dabei auf der einen Seite eine leichte Verwirrung, aber auch ein eher positives Feedback entnehmen: „Der Strunk wird einfach nich‘ alt im Kopp. Kacklied, geiler Typ“, lautete etwa ein Kommentar mit mehreren positiven Bewertungen.

Strunk performt unter dem Namen Pierre Panade

Auch unter dem Instagram-Post zu dem Musikvideo wurde der Autor überwiegend für die Aktion gefeiert: „Ich finde das hat Potenzial. Wenn wir niemanden erzählen das die Schriftsteller sind und das die als nächstes ins Junglecamp gehen, lassen sich bestimmt einige Auftritte verkaufen“, lautete etwa ein Kommentar. Einige verstanden den Song auch als „Bonusmaterial“ für Strunks aktuellen Roman „Ein Sommer in Niendorf“.

Strunk selbst könnte mit dem Parodie-Song etwas im Schilde führen – wie das „Hamburger Abendblatt“ schreibt, scheint der Autor schon länger über die Kunstfigur „Pierre Panade“ nachgedacht zu haben. Ob als nächstes eine ganze Schlager-Platte erscheint oder sich Strunk doch etwas anderes überlegt, wird sich noch zeigen.

Share on facebook
Share on twitter

Das könnte Sie auch interessieren

Wir bringen Ihnen jeden Donnerstag gute Nachrichten frei Haus. Ob auf, vor und hinter den Bühnen – wir sind für Sie dabei und sprechen mit den spannendsten Menschen. Dazu gibt’s Tipps zu Veranstaltungen und Neuerscheinungen und vieles mehr.

Mit meiner Anmeldung stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Wonach suchen Sie?