Die Scorpions-Ballade „Wind Of Change“, inspiriert vom Mauerfall und dem Ende des Kalten Krieges, ist schon 34 Jahre alt. Seitdem haben sich die Zeiten dramatisch geändert. Klaus Meine, Frontmann der Hannoveraner Hardrockband, spricht kurz vor dem Tag der Deutschen Einheit über Hoffnung, Enttäuschung und die Rolle der Musik in unsicheren Zeiten.
Der Sänger erinnerte in Berlin an die historische Bedeutung des 3. Oktober. „Nach all den Jahren des Kalten Krieges, nach all den Jahren im geteilten Deutschland hat sich damals ein Fenster zu Frieden und Freiheit geöffnet“, sagte der 77-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.
Gleichzeitig betonte er, dass sich die Welt seitdem dramatisch verändert habe – mit Blick auf die Ukraine, Israel und Gaza.
Klaus Meine: Hoffnung auf Frieden bleibt
„Es herrscht manchmal so viel Verunsicherung, dass man nicht weiß, was am nächsten Tag passieren könnte“, so Meine. „Aber die Hoffnung auf eine friedliche Welt darf nie aufhören.“ Das sei man gerade der jungen Generation schuldig.
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Die Ballade „Wind Of Change“ aus dem Jahr 1991 gilt bis heute als Symbol für das Ende des Kalten Krieges und den Mauerfall. Doch die damaligen Sehnsüchte seien vielerorts enttäuscht worden. „Aber der Song trägt immer noch – weil er nicht nur Erinnerung ist, sondern auch Mahnung für die Gegenwart. Es ist an uns, diese Werte zu vertreten – gerade jetzt“, erklärte der Musiker.
Scorpions und die Wiedervereinigung
Die Wiedervereinigung sei für die Band immer ein wichtiges Thema gewesen, so Meine. In der DDR durften die Scorpions zwar nicht auftreten, wohl aber in der Sowjetunion – vor vielen angereisten DDR-Fans. „Wir mussten eben den Umweg über Moskau gehen“, erinnerte er sich schmunzelnd.
Brückenbauer in Krisenzeiten
Besonders der Krieg in der Ukraine bewege ihn sehr. „Wenn es eines Tages möglich ist, ein Friedenskonzert auf dem Maidan in Kiew zu spielen, sind wir ganz sicher dabei“, sagte Meine. „Wir waren immer Brückenbauer.“ Gerade die Nachkriegsgeneration habe diesen Anspruch geprägt.
60 Jahre Scorpions gefeiert
In diesem Jahr blicken die Scorpions auf ihr 60-jähriges Bestehen zurück. Dafür wurden sie in Berlin von ihrer Plattenfirma BMG und zahlreichen Wegbegleitern auf einem Boot auf der Spree geehrt.


































