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Yungblud: Ist er die Zukunft des Rock’n’Roll?

Am Freitag hat Yungblud zusammen mit Willow (Smith, Tochter von Will) die Single „Memories“ rausgebracht. Foto: Universal Music
Am Freitag hat Yungblud zusammen mit Willow (Smith, Tochter von Will) die Single „Memories“ rausgebracht. Foto: Universal Music
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Am Freitag hat Yungblud zusammen mit Willow (Smith, Tochter von Will) die Single „Memories“ rausgebracht. Foto: Universal Music

Als Kind wurde bei ihm ADHS diagnostiziert, später flog er von der Schule, weil er einem Lehrer den nackten Hintern zeigte. Heute ist Dominic Richard Harrison alias Yungblud als juvenile Lichtgestalt zwischen Emo, Punk und Stadionrock erfolgreich. Wie gut das funktioniert, zeigt er kommenden Donnerstag der Edel-Optics.de-Arena in Hamburg-Wilhelmsburg.

Zunächst stand ein Interview mit dem 24-Jährigen aus dem britischen Doncaster im Raum, am Ende sollte es dann doch nicht sein. Yungblud weilte Ende April zwar in Berlin, hatte aber seine eigenen Vorstellungen davon, wie er den Aufenthalt in der Hauptstadt gestalten wollte. Besonders gefreut haben dürften sich die zahlreichen Fans, die am 25. April über den Kurfürstendamm flanierten. 

Denn da stand der Sänger plötzlich auf dem Dach eines Modegeschäfts an Berlins berühmtester Flaniermeile, in der Nähe des „Cafés Kranzler“, und gab mit Unterstützung seiner beiden Gitarristen einige Songs zum Besten. Der gute, alte Guerilla-Gig, wie ihn schon Größen vom Schlage der Beatles, Sex Pistols oder U2 für Promo-Zwecke nutzten, scheint kein Verfallsdatum zu kennen. Am Ende kam die Polizei, es wurde noch stilecht eine Gitarre zertrümmert. Some things never change, von Pete Townshend zu Yungblud ist es da nur ein kurzer Weg.

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Fan-Video von Yungbluds Guerilla-Gig Ende April in Berlin

Überhaupt die Altvorderen, da scheint gerade so etwas wie eine Staffelholzübergabe stattzufinden. Als Mick Jagger kürzlich vom schwedischen Radiosender P4 nach dem Status quo der Rockmusik befragt wurde, nannte er zwei Namen. Machine Gun Kelly. Und Yungblud. Der ewige Rolling Stone ist nicht der Einzige, der da Verbindungen sieht, tatsächlich haben Kelly und Yungblud in der Vergangenheit bereits zusammengearbeitet. Hierzulande ist in Sachen Superstardom noch ein wenig Luft nach oben, in Großbritannien jedoch stand Yungblud mit seinem letzten Studioalbum „Weird!“ bereits neun Wochen an der Spitze der UK-Charts.

Yungblud stand wochenlang an der Spitze der UK-Charts

Geht’s um Inhalt und Image, passt Yungblud perfekt in die Zeit. In Songs wie „Fleabag“, „Parents“ oder „Loser“ wendet er sich den Außenseitern zu, gibt all den Missverstandenen eine Stimme, feinster Identifikationsstoff von einem, der sich als „sexually fluid“, als pan-sexuell und polyamourös bezeichnet und als Teil der LGBTQ-Community versteht.

In puncto Musik wirft Yungblud einige der stilprägendsten Sounds und Muster der vergangenen fünf Dekaden in einen Topf. Er zitiert Ska und Reggae wie einst The Clash, scheint mit Robert Smith den Schminktisch zu teilen, schlägt den Bogen vom Emocore der frühen Nuller zurück in das Jahr, als Punk ausbrach, und von dort wieder Richtung Zukunft durch die Nacht. 

Am 12. Mai tritt er in Hamburg-Wilhelmsburg auf

Überhaupt Punkrock: So lang das her sein mag, so aktuell scheint das gerade in diesen Tagen wieder zu sein. Danny Boyles Serie „Pistol“ über die ebenso kurzlebige wie stilprägende Karriere der Sex Pistols, nach der Autobiografie ihres Gitarristen Steve Jones, steht kurz vor dem Start. Kaum ein Zufall, das Yungblud oft jene Kette mit Vorhängeschloss um den Hals trägt, wie sie einst Chrissie Hynde ihrem Kumpel, der tragischen Punk-Ikone Sid Vicious, schenkte. 

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Punk’s not dead, also? Wohl kaum, wenn man sich Yungblud so anschaut – als perfekt getimtes Verbindungsstück zwischen der Klasse von 1977 und der Postmoderne mit all ihren Ungewissheiten und Verwirrungen. Punk macht dicken Arsch, so hieß es einst bei der Düsseldorfer Band Mittagspause. Punk riskiert wohl eher eine dicke Lippe, wenn man sich Yungblud so anschaut.

Läuft: Yungblud hat den Segen von Ozzy Osbourne

Im neuesten Clip zu „The Funeral“ gibt gleich noch einer der ganz Großen seinen Segen, kein Geringerer nämlich als der „Prince Of Darkness“, Ozzy Osbourne höchstpersönlich. „Ich habe die Zukunft des Rock’n’Roll gesehen“, sagte Kritiker Jon Landau einst, nachdem er zum ersten Mal Bruce Springsteen live gesehen hatte. Der Mann sollte sich mal Yungblud anschauen.

Edel-Optics.de-Arena: 12.5.,20 Uhr, 41 Euro

3 x 2 Tickets für Yungblud zu gewinnen!

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, beantworte einfach folgende Frage: Wie heißt Yungblud mit bürgerlichem Namen? Schick die Antwort in einer E-Mail mit dem Betreff „Yungblud“ und Deinen Kontaktdaten an: [email protected]

Teilnahmeschluss ist Sonntag (8. Mai), 24 Uhr.

Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel:

Teilnahme ab 18 Jahren bis 8.5.2022 (Einsendeschluss: 24 Uhr). Die Gewinner werden durch Los ermittelt und telefonisch oder per Mail benachrichtigt. Veranstalterin des Gewinnspiels: Hamburger Morgenpost Verlags GmbH, Barnerstraße 14, 22765 Hamburg.

Daten der Teilnehmer werden zur Auswertung der Aktion gespeichert und 14 Tage nach der Beendigung der Aktion gesperrt und dann nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist gelöscht. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur, wenn es für die Durchführung des Gewinnspiels notwendig ist, z.B. an Veranstalter für die Gewinnerbenachrichtigung und Eintragung auf der Gästeliste.

Als Teilnehmer sicherst du zu, dass eingesendete Beiträge frei von Rechten Dritter sind, insbesondere keine dritten Personen unberechtigt abgebildet oder genannt werden.

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