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Von wegen „Lonely“ oder „So Sick“: Hamburg feiert Mega-Party mit Akon und Ne-Yo

2026-05-15 20:28:26 AMSTERDAM – Ne-Yo während seines gemeinsamen Konzerts mit Akon im Ziggo Dome. Das Duo gastiert im Rahmen seiner Welttournee „Nights Like This“ in der Amsterdamer Konzerthalle. PAUL BERGEN / ANP
Foto: picture alliance / ANP | Paul Bergen

Es gab an diesem Abend mehrere Momente in der Barclays Arena, an denen das Publikum dachte, die Show wäre vorbei – denn mit Hits wie am Fließband kann das Abschätzen des großen Finales schwer werden. Die US-Superstars Akon und Ne-Yo haben am Dienstagabend mit ihrem Auftritt im Rahmen ihrer „Nights like this“-Tour bewiesen: Dieser Abend, samt Mega-Sause und akrobatischen Zirkus-Nummern, war nicht nur irgendein Abend – er war spektakulär.

Als Agenten wurden sie im Vorspannvideo dargestellt, im Auftrag guten Entertainments. Dann wurde er per Lift langsam auf die Bühne getragen, auf einer Empore posierend, den Hut (sein Markenzeichen) weit ins Gesicht gezogen: Ne-Yo, 46 Jahre alt, die man ihm kaum ansieht oder anmerkt.

Show der Superlative

Um ihn herum gigantische und in der Höhe verstellbare Bildschirme. Tänzer, die kaum gelenkiger sein könnten und sich mit einer Leichtigkeit über die Bühne zaubern. Ein Chor, der ihn bei „Miss Independent“ oder „So Sick“ unterstützt. Dazu Feuer und Lichter sowie eine Band. In einem Satz: Eine Show der Superlative.

Der Auftritt von Akon steht dem in nichts nach. Der inzwischen 53-Jährige legt sofort mit einem seiner größten Hits los. „Smack That“: Er ist dabei gehüllt in einen weißen Mantel, neben ihm tanzen Laurent und Larry Nicolas Bourgeois, bekannt als „Les Twins“. Akon hat das Publikum schnell im Griff, es folgen zeitlose Hits wie „Locked Up“ und „So Paid“.

Die Superstars wechseln sich zunächst ab. Bei Ne-Yo kommen zu den spektakulären Tanz-Einlagen noch artistische Nummern hinzu: Atemberaubend, mit welch einer Leichtigkeit die Tänzerinnen sich an Poledance-Stangen oder Ketten nach oben tragen lassen und in fünf Metern Höhe die Balance halten. Und während Akon das Publikum mit „Belly Dancer“ oder „Dangerous“ zum Partymachen anheizt, spielt Ne-Yo, der an diesem Abend mehrere Male sein Outfit wechselt und teils in glitzernden Uniformen performt, mit seinem Einfluss aufs weibliche Geschlecht. „Ist jemand alleine da heute von den Girls?“, fragt er. „Das ist in Ordnung, denn heute Abend werde ich euer Boyfriend sein.“

Duell der Superstars

Bevor es in die Pause geht, duellieren sich die beiden Superstars und stehen dafür erstmals gemeinsam auf der Bühne: Sie singen jeweils zusammen mit dem Publikum ihre Stücke, die sie als Autoren produziert haben, darunter „Let me love you“ von Mario, „Bulletproof“ von Sia, „Just Dance“ von Lady Gaga oder „Irreplaceable“ von Beyoncé. Denn die zwei Musiker, die schon als Solo-Interpreten Hits wie am Fließband hinlegen, erschaffen auch regelmäßig für andere Stars große Hits.

Mit einem Trommel-Solo von Akon geht es nach der Pause weiter, gefolgt von Party-Krachern, aber auch Balladen. Vor allem Akon sucht die Nähe zum Publikum, lässt sich bei „Lonely“ durch die Halle tragen. Er ist alles andere als alleine, die Menge jubelt und Akon filmt mit Handys, die ihm gereicht werden. Er zeigt, dass er ein Superstar zum Anfassen ist.

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Kaum zu zählen, wie viele Hits es an diesem Abend gibt. Kaum zu glauben, wie fit beide sind. „Ist jemand müde?“, fragt Ne-Yo, nachdem sie bereits über zweieinhalb Stunden gespielt haben, ohne nur ein Anzeichen von Müdigkeit. „Jemand hungrig? Oder jemand bereit, nach Hause zu gehen?“ Fragen, die das Publikum natürlich deutlich verneint. „Dann müssen wir wohl weitermachen“, sagen sie. Und schließen die Show gemeinsam – unter Konfetti-Regen, mit Feuerwerk, ihrem gemeinsamen Hit-Song „Play Hard“ – und unter tosendem Applaus des Publikums.

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