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The-National-Frontmann: „Ich habe mehr Spaß als je zuvor im Leben“

Matt Berninger
Macht gerade eine kleine Pause von seiner Band The National und ist solo unterwegs: Matt Berninger (54)
Foto: Chantal Anderson

Matt Berninger war fleißig in den vergangenen Jahren. Innerhalb von einem halben Jahrzehnt hat er nicht nur seine ersten beiden Soloplatten veröffentlicht, sondern dazwischen auch die Studioalben neun und zehn seiner Band The National. Und mit Taylor Swift hat er auch noch zusammengearbeitet.

Da sollte man nicht glauben, dass er ausgerechnet in dieser Zeit an einer akuten Schreibblockade litt und depressive Phasen erlebte. Zwischenzeitlich hatte er sogar Angst, gar nicht mehr weiter Musik machen zu können – und in seinen eigentlichen Beruf als Grafikdesigner zurückkehren zu müssen.

Zweites Solo-Album „Get Sunk“

Die Durststrecke scheint überstanden, auch wenn Selbstzweifel und Weltschmerz natürlich weiter zum Markenkern gehören. Mit The National wurde der 54-Jährige zum Inbegriff des melancholischen Indie-Rock, der vor allem die schwermütigen Seiten des Lebens auslotet. Die Band sei die längste Beziehung, die er in seinem Leben geführt habe, sagte er einmal. Trotzdem hat sich Berninger davon emanzipiert, 2020 trat er mit „Serpentine Prison“ erstmals als Solo-Künstler in Erscheinung. In diesem Jahr erschien sein zweites Album „Get Sunk“, das er am Montag in der Großen Freiheit 36 live präsentiert.

Konzert in der Großen Freiheit 36

Mit seiner Band hat Berninger unter anderem schon in der Elbphilharmonie gespielt, jetzt kommt er zum ersten Mal allein nach Hamburg. „Ich habe mehr Spaß auf der Bühne als jemals zuvor in meinem Leben“, sagte er vor Kurzem in einem Interview. In seinen Songs spielt er mit den großen Gefühlen, auf Konzerten tritt er gern exzentrisch auf, manchmal fast schon zu theatralisch. Bei The National gehört ein Glas Wein auf der Bühne zur Standardrequisite neben dem dunklen Anzug.

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Solo gibt sich Berninger noch introspektiver, lässt die Hörer noch näher an sich heran. Ohnehin gibt es das Projekt nur, weil die Songs nicht so recht zum etablierten Sound der Band passen wollten. Mit seinem neuen Album kehrt er zu seinen Wurzeln zurück und nähert sich seiner Kindheit wieder da, die er zu großen Teilen auf der Farm seines Onkels in Indiana verbracht hat. So idyllisch wie in der Stephen-King-Verfilmung „Stand By Me“ habe es dort ausgesehen, sagte er dem Magazin „Visions“ – „nur ohne Leiche“.

Große Freiheit 36: 8.9., 20 Uhr, Karten 56,90 Euro

Der Plan7 vom 5. September 2025Foto: MOPO
Der Plan7 vom 5. September 2025

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