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Rufus und Martha Wainwright singen nur für Mama


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Rufus und Martha Wainwright sangen und scherzten gemeinsam in der Elbphilharmonie. Foto: Daniel Dittus

Einzeln gibt es sie öfter mal in Hamburg zu sehen, im Doppel hat das Seltenheitswert: Das Geschwisterpaar Martha und Rufus Wainwright präsentierte am Mittwoch im großen Saal der Elbphilharmonie gleich zwei Mal ihren Konzeptabend über die wichtigste Frau auf Erden: die Mutter.

Einen bittersüßen Subtext hatte das Ganze, denn Kate McGarrigle, die Mutter der beiden, ist vor gut zehn Jahren an Krebs verstorben. Bis zuletzt standen sie mit ihr auf der Bühne, selbstverständlich war auch die Songauswahl ein Tribut an die Singer/Songwriterin.

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Ein gemeinsames Konzert von Martha und Rufus Wainwright hat Seltenheitswert.

Ergreifend und eindringlich ist es, wenn Martha mit „Proserpina“ (unterstützt von Rufus) das letzte Stück aus deren Feder intoniert oder in die Rolle ihrer Mutter schlüpft, die gerade ihr Kind verloren hat – so sehr lässt sie sich in die Songs fallen.

Rufus singt von ersten Begegnungen mit Marthas Sohn „Francis“. Dass er diesmal kaum selbst hinter dem Klavier sitzt, sondern der Pianist und Arrangeur Laurence Bekk-Day, ermöglicht ihm die volle stimmliche Präsenz. „Sie hat viel durchgemacht“, meint Rufus über das Lied für Mutter Erde und bittet Joel Gibb von den Hidden Cameras bei „My Mother Is The Ocean Sea“ auf die Bühne. Wundervoll, wie die drei Stimmen sich miteinander verschlingen wie Baumwurzeln in der Erde.

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Unser Vater hat auch ein schönes Lied über seine Kinder geschrieben – er meinte allerdings unsere Halbgeschwister.

Rufus Wainwright

Heiter wird es mit dem Trinklied „White Winos“ aus der Feder ihres Vaters Loudon Wainwright III, der auch mal ein schönes Lied über seine Kinder geschrieben hat. „Nur waren nicht wir gemeint, sondern unsere Halbgeschwister“, scherzt Rufus. Gemeinsam vertonen Martha und Rufus auf der Bühne sogar die Scheidung der Eltern!

Den größten Applaus ernten sie jedoch für ihre stimmliche Darbietung von Queens „Bohemian Rhapsody“. Wer glaubte, zu dem Song sei alles gesagt, hat ihn noch nicht in der Version der Wainwrights gehört. Mama mia!

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