Als Rod Stewart im Juni 2024 zuletzt in der Barclays-Arena spielte, sollte es eigentlich der Abschied von der großen Bühne in Hamburg für ihn sein. Unter dem Motto „One Last Time“ war er seinerzeit in Deutschland unterwegs. Doch so schnell werden wir Sir Roderick David Stewart nicht los. Was für ein Glück!
Nun kommt er noch mal, verzichtet auf jegliches Motto, und wenn er so super drauf ist wie beim letzten Mal, wird es ein Abend voller Lebenslust. Eine reine Nostalgie-Show würde zu diesem Wirbelwind von Ausnahmekünstler mit der ewigen Strubbel-Frise auch gar nicht passen. Denn der Sir hat auch mit 80 noch den Schalk im Nacken!
Erst 2024 begeisterte Rod Stewart das Publikum in der Arena – jetzt kommt er wieder
Leichtigkeit und Frohsinn bestimmen mehrheitlich sein Entertainment – da hält es niemanden lange auf den Sitzen. Stewart tänzelt, trippelt und arschwackelt gern über die ganze Bühne, dank der neuen Knie, die er sich zu seinem 75. Geburtstag gönnte. Der Mann, der seit den 60ern im Business ist, flirtet nicht nur mit den Damen an der Harfe, Fiedel und Keyboard und seinem Backgroundchor, sondern auch mit dem Publikum.
Und dann gibt es auch immer jene Momente, wo er ganz viel von seinen Leidenschaften offenbart: Die schottischen Wurzeln seitens seines Vaters sind tief in seinem Herzen verankert – er trägt sie gerne mit der Dudelsackhymne „Scotland The Brave“ zur Schau. Der Fan des Celtic-Glasgow-Fußballclubs kickt immer noch kraftvoll Bälle ins Publikum. Und natürlich wechselt Rod The Mod auch mehrmals am Abend die Garderobe – er ist nun mal ein echtes Fashion-Victim.
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Mit seiner Meinung hält er nicht hinterm Berg, wenn es zum Beispiel um Putin („Arschloch“) geht und widmete jüngst regelmäßig seinen Song „Rhythm Of My Heart“ den Ukrainern. Ansonsten zeigt er vom Rock-Rod bis zum Disco-Rod das gesamte Spektrum seines Backkatalogs. Um am Ende zu fragen: „Da Ya Think I’m Sexy?“ Bei Rod Stewart ist das definitiv keine Frage des Alters.
Barclays-Arena: 25.11., 20 Uhr, ab 92 Euro


































