Als Edgar Froese 2015 starb, verlor Deutschland einen der wichtigsten Visionäre elektronischer Musik – und die von ihm gegründeten Tangerine Dream ihr einziges konstantes Mitglied. Mehr als 80 Schallplatten hatte Froese seit der Gründung aufgenommen, in immer wieder wechselnden Besetzungen.
So gesehen ist es gewiss in Froeses Sinne, dass die legendäre Pioniergruppe psychedelischer und elektronischer Musik in weiter wechselnden Besetzungen auch lange über seinen Tod hinaus existiert. Thorsten Quaeschning, der seit mehr als zehn Jahren der musikalische Direktor der Band ist, verschanzt sich dabei gerne hinter einer Auswahl von Synthesizern. Paul Frick bedient die Keyboards. Die Japanerin Hoshiko Yamane fügt dem Soundteppich der Herren immer wieder ihr Live-Violinen-Spiel hinzu. Die drei eint, dass sie 1967, dem Entstehungsjahr von Tangerine Dream, noch nicht mal geboren waren.
Pioniergruppe psychedelischer und elektronischer Musik: Tangerine Dream
Aber was sie da hervorzaubern an kosmischen Klangsphären, kann sich hören und auch sehen lassen. Tracks aus ihrem aktuellen Studioalbum „Raum“ haben sie dabei, die zweite Platte dieser Formation und eines der erfolgreichsten Tangerine-Dream-Werke überhaupt.
Dass die Band in ihren Anfängen auch mal dem Progrock-Genre zugeordnet wurde, lässt sich heute kaum mehr ausmachen: Es ist moderner, tanzbarer Ambient-Sound, in den man sich völlig fallen lassen kann.
Laeiszhalle: 12.4., 20 Uhr, ab 19 Euro


































