Heiligabend wird gesungen: christliche Lieder in den Kirchen, fetzige Songs in der Altonaer Fabrik. Das Anliegen ist nahezu identisch – Liebe und Frieden in der Welt!
Zum 38. Mal feiert Jamaica Papa Curvin seine X-Mas Reggae-Show in Hamburg. Längst ist der heute 82-Jährige eine Legende. Als junger Mann kam er in den 60er Jahren als Schiffsmusiker aus der Karibik nach Hamburg – und brachte die Musik seiner Heimat mit: Reggae. In den 70ern war er als Schlagzeuger mit der Popgruppe Boney M. weltweit auf Tour. Anfang der 80er eröffnete Jamaica Papa Curvin in St. Georg sein „Reggae Center“, das bald zum Treffpunkt vieler Künstler wurde.
Hier gab es Schallplatten, die übliche Musikläden nicht anboten, und hier konnten junge Musiker proben, ohne ausgelacht zu werden. Papa Curvin gab Unterricht und organisierte Tourneen, um Reggae überall in Deutschland populär zu machen.
Wärmstes Karibik-Feeling im norddeutschen Winter
Denn Reggae ist mehr als ein Musikstil, Reggae ist eine friedliche Protestbewegung gegen die Unterdrückung der People of Color. Deren bekanntestes Gesicht war der früh verstorbene Bob Marley. Er gehört zur gleichen Generation wie Papa Curvin, und natürlich sind Marley-Songs wie „One Love, One Heart“ im Programm der X-Mas Reggae-Show unverzichtbar. Zu der lädt der Urvater des Reggaes in Deutschland alljährlich Gäste ein.
Foto: Xmas Reggae2025 steht er unter anderem mit seiner Tochter und einer Enkelin auf der Bühne und sorgt für wärmstes Karibik-Feeling im norddeutschen Winter – auf Jamaika zeigt das Thermometer im Dezember knapp 30 Grad.
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Reggae ist „Gottesmusik“, sagt der überzeugte Rastafari – eine Glaubensrichtung, die im Einklang mit der Natur leben will. Dazu passt es, dass Papa Curvin mit der Fabrik als Veranstalter festlegte, mit den Einnahmen aus dem Konzert jenen Menschen zu helfen, die den Hurrikan „Melissa“ überlebten, der im Oktober die Karibik-Insel Jamaika verwüstete.
Fabrik: 24.12., 22 Uhr, 25 Euro (VVK), 29 Euro (AK) Euro, Tel. 39 10 70, fabrik.de
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