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Immer nah an der Wahrheit: Geschichtenerzähler Craig Finn rockt im Nochtspeicher

Er steht draußen, im Hintergrund vielleicht ein Tunnel, er trägt Jacke, Brille und Mütze
Kommt solo nach Hamburg: Craig Finn, bekannt als Frontmann von The Hold Steady
Foto: FKP Scorpio

Craig Finn, Sänger der Band The Hold Steady, und Craig Finn, der Solokünstler, sind relativ einfach voneinander zu unterscheiden: Der eine hat eine hohe Stirn und eine E-Gitarre umhängen, die er selten spielt, der andere trägt Käppi und spielt Akustikgitarre (sogar laut und vernehmlich). Letzterer kommt jetzt in den Nochtspeicher!

Gleich bleibt seine Art zu texten: Egal, ob Craig Finn in einer Rockband mault oder über Countryfolk-Akkorde singspricht, am liebsten denkt er sich Menschen aus, denen Dinge widerfahren, die eine Spur zu groß für sie sind – wie den Drogenkurier in „The Amarillo Kid“, der seine Auftraggeber betuppt, oder den vom Glauben abgefallenen Protagonisten in „Maggie, I’ve Been Searching For Our Son“, dessen Titel bereits eine Kurzgeschichte ist. Finn textet nicht autobiografisch, aber so nah an der Wahrheit, dass die Songs auch eine Menge über ihn preisgeben.

Craig Finn und Kathleen Edwards im Nochtspeicher

Noch persönlicher wird es in seinem sehr hörenswerten Podcast „That’s How I Remember It“, in den er befreundete Künstler:innen zum Gespräch einlädt. Demnächst darin zu hören: die kanadische Singer/Songwriterin Kathleen Edwards, die den Konzertabend eröffnet. (MW)

Nochtspeicher: 16.9., 20 Uhr, ab 28 Euro

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