Als Celtic Punk bezeichnet die Arbeiterklassen-Band aus Quincy bei Boston ihren Mix aus Irish Folk, Rock, Hardcore und Punk. Dabei setzt das politisch und sozial engagierte Sextett um Bandboss Ken Casey und den deutschstämmigen Sänger Al Barr auf whiskeyselige Hymnen zum Mitgrölen und Mitfeiern – und ist somit der beste Beweis dafür, dass sich Politik und Party nicht ausschließen müssen.
Es passt gut, dass ihre beiden jüngsten Platten – „This Machine Still Kills Fascists“ (2022) und „Okemah Rising“ (2023) – dem Folk-Sänger und linken Politkämpfer Woody Guthrie gewidmet sind. Erstmals in ihrer 1996 gestarteten Karriere haben die Dropkick Murphys Akustik-Alben ganz im Stile ihres Vorbildes aufgenommen und dabei dessen bislang unveröffentlichte Texte vertont.
Einziges Headliner-Konzert in Deutschland: Dropkick Murphys
Für einen Gänsehautmoment sorgten sie jüngst, als sie Sinéad O’Connor (†2023) und The-Pogues-Sänger Shane MacGowan (†2023) – Schwester und Bruder im Geiste – bei einer Gedenkveranstaltung in New York Tribut zollten.
Bei ihren eigenen Konzerten geht es merklich rauer zu: Ein Geruch von Schweiß, Bier und Cannabis liegt in der Luft, wenn die Herren auf die Bühne gehen. Ein gewohntes Szenario sind auch (Papp-)Becher, die durch die Lüfte fliegen und sich über der pogenden Menge entleeren. Wer schlau ist und vorne stehen will, kommt am besten im Friesennerz!
Mitsingen ist bei den Dropkick Murphys quasi Pflicht – egal ob der Text nun sitzt oder nicht. Frontmann Ken Casey fegt über die Bühne, brüllt sich dabei die Seele aus dem Hals und sucht gerne die Nähe zu den Fans in den vorderen Reihen. Al Barr liefert die Zweitstimme, fehlte aber zuletzt bei Konzerten, weil er seine Mutter pflegte.
Mitsingen ist bei den Dropkick Murphys Pflicht
Akkordeon, Dudelsack, Mandoline und diverse andere Folkinstrumente kommen bei der Band zum Einsatz, auch wenn manchmal nicht jeder Dudelsack- oder Flöten-Ton sitzt, was angesichts der Feierfreudigkeit ihres Publikums nicht weiter ins Gewicht fällt.
Melodische Songs ihrer letzten Alben mischen sich mit Irish-Pub-Shantys wie „Johnny, I Hardly Knew Ya“ und „Wild Rover“. Aber natürlich dürfen auch die klassischen Band-Hymnen „The Boys Are Back“, „Blood“, „Rose Tattoo“ und „I’m Shipping Up To Boston“ auf ihrer Setlist nicht fehlen, zu denen sich ihre Anhängerschar gerne zu hüpfenden Moshpits und schwitzigen Wall-of-Deaths zusammenrottet. Ihr Auftritt im Stadtpark wird ihre einzige Headliner-Show in diesem Jahr in Deutschland sein.
Freilichtbühne im Stadtpark: 18.6., 19 Uhr, 61,15 Euro.; Special Guest: The Pill
Karten für Dropkick Murphys zu gewinnen
3 x 2 Tickets für das Konzert der Dropkick Murphys im Stadtpark zu gewinnen!
Wer mitmachen will, schickt bis Montag (17.6.), 12 Uhr, eine E-Mail mit Betreff „Dropkick“ an [email protected] und beantwortet folgende Frage richtig: Wie heißt das Album, das die Band 2023 veröffentlicht hat? Viel Glück!
Veranstalter des Gewinnspiels ist die Morgenpost Verlag GmbH. Bei einer Teilnahme gelten unsere AGB als akzeptiert. Diese AGB finden Sie unter www.mopo.de/gewinnspiel-agb
































