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Die Ska-Helden Madness bitten in der Barclays-Arena zum Tanz

Die Ska-Helden Madness bitten in der Barclays-Arena zum Tanz

13.09.2022
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Die Band - alle Männer in Anzügen - vor weißem Hintergrund

Was für eine Erfolgsgeschichte! Die britische Band Madness begeistert ihre Fans seit mehr als 40 Jahren. Foto: Lars Berndt Events

Ihr legendäres Debütalbum „One Step Beyond“ hat mittlerweile mehr als vier Jahrzehnte auf dem Buckel, es folgten Hits in Reihe. Songs wie „Our House“, „Wings Of A Dove“ oder „Michael Caine“ sind längst britisches Kulturerbe. Am 14. September bitten Madness in der Barclays-Arena mit einem Koffer voller Klassiker zum Tanz.

Wer sich heutzutage in den Londoner Stadtteil Camden aufmacht, um „The Dublin Castle“ einen Besuch abzustatten und zwei, drei Pints zu trinken, sollte auf Überraschungen gefasst sein. Es ist gut möglich, dass plötzlich Madness-Sänger Suggs neben einem steht und ebenfalls ein Bierchen ordert. Ende der 70er war die legendäre Venue das Hauptquartier der Ska-Helden.

Madness live in der Hamburger Barclays-Arena

Welteroberungspläne, schweißtreibende Konzerte im kleinen Saal am Ende des Pubs, Band-Meetings, all das fand hier statt. Amy Winehouse stand dort später schon mal hinterm Tresen, Oasis rockten den Laden ebenso wie The Killers oder die Arctic Monkeys. Eine musikhistorische Linie, die unmittelbar zurück zu Madness führt, deren Musiker es noch heute an diese historische Stätte zieht.

Einst im Sog von Punk und New Wave gegründet, versuchten sich Suggs, bürgerlich Graham McPherson, und sein vielköpfiges Ensemble an einem Update des jamaikanischen Ska- und Rocksteady-Sounds. Die Zeichen standen günstig. Bands wie The Specials oder The Selecter waren auf ähnlichen Pfaden unterwegs, veröffentlichten erste Platten beim frischgegründeten „2 Tone“-Label. Madness zog es Richtung „Stiff Records“, wo am 19. Oktober 1979 ihr Debüt „One Step Beyond“ erschien, auf dem Cover die Band in einer Art Polonäse, Grimassen und Verrenkungen inklusive.


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Humor und typisch britisches Kolorit bildeten das Fundament ihres von Offbeats und Bläsern getriebenen Sounds. Während die Specials sich verstärkt sozialpolitischen Themen widmeten, ging es bei Madness etwas leichtgewichtiger zu. „Bed & Breakfast Man“, „Night Boat To Cairo“ oder „My Girl“, allesamt frühe Hits im Schnittpunkt aus Jugendkultur, Alltagspoesie und britischer Comedy.

Hits wie „Our House“ und „Michael Caine“

Bis Mitte der 80er hat die Muse sie fest im Griff. Songs wie „Our House“, „Wings Of A Dove“ oder „Michael Caine“ sind längst mehr Pop als Ska, ihre Popularität befeuert das umso mehr. Zum Mitschreiben: Die ersten 20 Madness-Singles erreichen durchweg die Top-20 der UK-Charts. 1986 ist erst einmal Schluss, sechs Jahre später bejubeln über 70.000 Fans die Reunion-Shows im Finsbury Park. Madness sind zurückgekommen, um zu bleiben. Und noch einmal verfeinern sie ihren Sound, mit dem Album „The Liberty Of Norton Folgate“ (2009) wagen sie sogar einen Ausflug Richtung Konzeptalbum. Bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele 2012 in London treten sie live auf.

Sänger Suggs hat jüngst zusammen mit Paul Weller die Single „Ooh Do U Fink U R“ veröffentlicht, ein spektakuläres Stelldichein der britischen Pop-Legenden. Und auch, wenn die Hits bei Madness vielleicht nicht mehr so reich gesät sind wie einst, umtriebig sind sie wie eh und je.

Sänger Suggs nahm Single mit Paul Weller auf

Wer sich vorab einen Blick auf die Setlist der Camden-Könige gönnt, dem dürften die Freudentränen in die Augen steigen. Madness anno 2022, das ist ein Feuerwerk der Evergreens, der Auftakt ein Weckruf, vor dem es damals wie heute kein Entrinnen gibt: „Hey you, don‘t watch that, watch this. This is the heavy, heavy monster sound ​…“

Barclays-Arena: 14.9., 20 Uhr, 65-75 Euro

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