Mit Fontaines D.C. spielt am Montag eine der derzeit spannendsten Bands in der Sporthalle: Die Iren haben mit ihrem aktuellen Album „Romance“ den Durchbruch geschafft – Postpunk war gestern, mit erfrischend wenig Ahnung, was morgen kommt.
Wachstumsschmerzen gibt es nicht nur bei Kindern, sie treten auch bei Bands auf – oftmals aber gar nicht bei denen, die da größer werden, sondern beim Publikum. Dass „Romance“, das vierte Album von Fontaines D.C., mehr als nur einen kleinen Spritzer „Wir wollen es jetzt wissen“ aufgetragen hat, riecht da für manche erst mal verdächtig nach Ausverkauf: grelle Farben (viel Pink auf dem Cover!), Super-Produzent am Start, bisschen Beef mit Oasis anfangen – das klingt nicht gerade typisch für eine Band, die über die gemeinsame Begeisterung für Lyrik zusammengefunden hat.
Im August kam das vierte Album raus: „Romance“
Zum Glück klingt „Romance“ an keiner Stelle nach Kalkül – manchmal eher nach Selbstsabotage: Die fantastischen energischen Singles „Starburster“ und „Here’s The Thing“ setzen (mit dem wuchtigen Titeltrack als Intro) zu Beginn der Platte den Ton, glaubt man zumindest.
Stattdessen ist das Album deutlich verträumter und songorientierter, als es sich zunächst den Anschein gibt – keine Mogelpackung, eher ein Schnäppchen. James Ford, erwähnter Produzent der Stunde, hat in Großbritannien nahezu alles Radiotaugliche mit Indie-Kredibilität produziert, er kommt mit Kylie Minogue so gut klar wie mit Portishead-Sängerin Beth Gibbons. Fontaines D.C. schneiderte er einen Sound, der gar nicht erst so tut, als wäre er in Kellerclubs gut aufgehoben – das ist Musik für gigantische Boxentürme.
Fontaines D.C. spielen am 11. November in der Hamburger Sporthalle
Entsprechend spielt die Band diesmal also in der Sporthalle, nachdem beim letzten Hamburg-Besuch noch das Gruenspan gerade so groß genug war. Nicht bloß für die Zuschauenden, auch für Grian Chatten: Der Sänger rennt in weiten Kreisen ums Mikrofon, tigert am Bühnenrand, rudert mit den Armen – immerhin so viel bleibt gleich. Die bratzigen älteren Postpunk-Stücke wie „Televised Mind“ oder „Boys In The Better Land“ klingen auch unter dem übertrieben großen, in Giftfarben angestrahlten neuen Bandschriftzug gut.
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Und was war das mit Oasis? Auf das von der Band recht deutlich formulierte Desinteresse an deren Reunion antwortete Liam Gallagher, er kenne Roadies, die besser angezogen wären als Fontaines D.C. – was als Beleidigung schon ziemlich lustig ist. Wahrheitsgehalt dann bitte live überprüfen.
Sporthalle: 11.11., 20 Uhr, 48 Euro
Karten für das Konzert zu gewinnen!
2 x 2 Tickets für das Konzert von Fontaines D.C. in der Sporthalle zu gewinnen! Außerdem verlosen wir zwei mal „Romance“ auf Vinyl. Bitte den Wunschgewinn nennen.
Wer mitmachen will, muss schnell sein – und bis Freitagnachmittag (8.11., 15 Uhr) eine E-Mail mit Betreff „Fontaines D.C.“ an [email protected] schicken. Bitte beantworten Sie in der E-Mail auch folgende Frage: Wie heißt der Sänger der Band? Wer das Album auf Vinyl gewinnen möchte: bitte auch die Postadresse angeben.
Veranstalter des Gewinnspiels ist die Morgenpost Verlag GmbH. Bei einer Teilnahme gelten unsere AGB als akzeptiert. Diese AGB finden Sie unter www.mopo.de/gewinnspiel-agb

































