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Annett Louisan im Schmidt-Theater: Mit Prosecco das Leben feiern


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Annett Louisan am vergangenen Montag im Schmidt-Theater. Foto: Fabian Lippke

„St. Pauli ist doch nicht katholisch, oder?“, fragt Annett Louisan (44) am Montag bei ihrem ersten Konzert im plüschigen Schmidt-Theater und stimmt ihr Stück „Hallo Julia“ an, dessen Refrain in ein göttlich-ironisches „Hallelujah“ mündet. Es ist einer von drei unveröffentlichten Songs, die die Hamburger Sängerin mit ihren drei Begleitmusikern im intimen Rahmen vor 180 Leuten vorstellt.

Das poppige „Endlich dick“ sei ihre Hommage an das Leben, die Liebe, den Genuss und die Freude: „Ich hab zwei Kleidergrößen mehr seit dem Lockdown, aber ich bin ja verheiratet“, witzelt Louisan und nippt am Prosecco. Auch in „(Ich bin) Klein“ von 2019 geht es um Körperlichkeiten: „Trüg‘ ich mein Herz auf endlosen Beinen, könnt’s auch nicht größer sein“, heißt es darin.

Ich hab zwei Kleidergrößen mehr seit dem Lockdown, aber ich bin ja verheiratet.

Annett Louisan (44) am Montag im plüschigen Schmidt-Theater

Wie viel Herz Louisan tatsächlich hat, zeigt sie mit „Meine Kleine“, das sie für ihre Mutter schrieb – und rührt damit zu Tränen. „Zwischen 40 und 50 finde ich nun noch mehr zu meinen Themen“, erklärt sie. Und es steht ihr so gut! Das Lieblingsstück ihrer Tochter von ihrem 2020 aufgenommenen Cover-Album „Kitsch“ heißt „Marleen“. Auch in der tanzbaren Chanson-Version nur mit Piano-Begleitung funktioniert der Marianne-Rosenberg-Klassiker ganz wunderbar. Viel Applaus und den dritten Prosecco gibt’s für die Künstlerin.

Den größten Hit von ihrem Karrieredurchbruch vor nunmehr 17 Jahren präsentiert sie gegen Ende und lädt bei „Das Spiel“ zum Schunkeln ein. Louisan: „Auch wenn ich 80 bin, werde ich mich freuen, es zu singen.“ Ein runder Abend.

Das nächste Hamburg-Konzert von Annett Louisan findet in der Laeiszhalle statt: 23.4.22, 20 Uhr, Restkarten ab 30 Euro gibt‘s hier!

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