Eigentlich hätten Joy Denalane (52) und Max Herre (52) schon 2025 im Stadtpark auftreten sollen, aus gesundheitlichen Gründen wurde die Show damals abgesagt. Max Herres Arzt hatte ihm „deutlich gemacht“, dass er erst mal „wieder zu Kräften“ kommen müsse. Im Juni wird das Konzert nun nachgeholt – natürlich noch immer unter dem Motto „Alles Liebe“.
MOPOP: Joy und Max, vor gut 25 Jahren wurden Sie sozusagen vor laufenden Kameras ein Paar. Sie sangen zusammen die Ballade „Mit dir“, und man sah schon im Video, dass Sie sich gut verstehen. Wie denken Sie daran zurück?
Max Herre: Sehr liebevoll. Es war eine aufregende Zeit. Wir waren junge Musiker, und unser zweites Freundeskreis-Album war fast fertig. Ich hatte den Song geschrieben und dachte: „Okay, das sollte ein Duett werden.“ Ich fragte Freunde, ob sie jemanden kennen, da sie viel mit R’n’B-Sängerinnen arbeiteten. Sie gaben mir eine Kassette mit Joy darauf. Sie lebte damals noch in Berlin. Ich rief sie an und fragte, ob sie Lust hätte. Alles ging dann ganz schnell: Zwei Wochen später war sie da, wir arbeiteten an dem Song und verliebten uns. Kurz darauf kam das Album „Esperanto“ raus, wir gingen auf Tour, und ein Dreivierteljahr später wurde Joy schwanger. Es passierte alles rasend schnell. Es war eine wunderschöne Zeit.
Joy, was war Ihr erster Eindruck?
Joy Denalane: Ich kannte Max schon von Freundeskreis. Deren Lied „Anna“ lief rauf und runter, und ich hatte ein Bild von ihm. Als er dann vor mir stand, sah er völlig anders aus. Max wirkte im Video schon gut, aber in Wirklichkeit sah er um Welten besser aus. Damit war ich erst mal beschäftigt. (lacht) Ich fand ihn vom ersten Moment an toll. Im Studio kamen wir uns schnell näher, und es wurde klar, dass es mehr als Freundschaft werden kann.
Wann wussten Sie, dass es Liebe ist?
Herre: Schnell. Die Frage war nur, ob sie das genauso empfindet. Es ging ein paar Wochen hin und her. Ich wollte es von Anfang an. Und ich glaube, du auch? (lächelt Joy an, sie nickt, d. Red.)
Wie schaffen Sie es, eine Balance zwischen Privatleben und öffentlichem Interesse zu finden?
Denalane: Wir haben früh entschieden, die Öffentlichkeit zu meiden, wenn wir nicht explizit für etwas arbeiten. Durch den Erfolg von „Mit dir“ gab es viele Einladungen zu Veranstaltungen. Die haben wir weitgehend ausgeschlagen. Wenn wir es doch mal gemacht haben, dann nie zusammen. Es gibt zwar Bilder von uns auf dem roten Teppich, aber da haben wir gearbeitet. Nach 25 Jahren gibt es nur wenige Fotos von uns.
Wie entstand die Idee, Ihre Geschichte auf dem Album „Alles Liebe“ zu präsentieren?
Denalane: Die Idee gibt es schon lange. Sie lag immer mal wieder in der Schublade, wurde angeschaut und zurückgelegt, weil wir in unseren eigenen Projekten steckten. Außerdem entschieden wir früh, die Kinder 50:50 zu betreuen. Wenn einer an einem Projekt arbeitete, übernahm der andere die Care-Arbeit. Als unser zweiter Sohn Jamil auszog, haben wir uns gefragt, was wir jetzt machen, nachdem wir die Kinder auf ihren Weg gebracht haben. Sabbatical oder Studio? Drei Tage später hatten wir schon Material für ein Album.
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Wie hat sich Ihre musikalische Ausdrucksweise in den 25 Jahren verändert?
Denalane: Das ist schwer zu sagen. Hoffentlich sind wir besser geworden und wissen besser, was zu uns passt. Wir geraten nicht mehr in so viele Fallen, haben unseren eigenen Ton gefunden und wissen sicherer, was wir auf einer Platte ausdrücken wollen. Ich hoffe, dass ich mich immer weiterentwickle, bis ich irgendwann nicht mehr kann. Und hoffentlich dauert das noch lange.
Joy, Sie sagten einmal: „Max berührt mich immer noch sehr.“ Wie?
Denalane: Er hat oft so schöne Gedanken und Sichtweisen. Außerdem hat er einen sensiblen und liebevollen Blick auf die Welt. Max gibt sich viel Mühe, das Richtige zu tun und ein besserer Mensch zu werden – er arbeitet ständig an sich. Und er schreibt einfach tolle Texte, die mich berühren.
War es manchmal belastend, in der Öffentlichkeit zu stehen?
Herre: Ehrlich gesagt, nein. Wir haben uns nie als „öffentliches Paar“ verstanden oder darauf reflektiert, wie das Außen auf uns wirkt. Uns war immer klar, dass wir eins sind, aber diese Einheit haben wir vor allem auf die Bühne beschränkt. Auch das Studio ist für uns ein geschützter Raum. Musik zu machen ist etwas sehr Intimes. Wir wollten uns nie nach außen kehren. Wir haben dieselben Wünsche, Träume, Probleme, Zweifel und Krisen wie andere Paare.
Wird es auf der Bühne beim Stadtpark-Open-Air zärtliche Momente geben?
Herre: Bei uns wird nichts inszeniert, die Dinge entstehen aus dem Moment. Alles ist möglich. Alles darf, nichts muss passieren. Kommt einfach vorbei.
Stadtpark-Open-Air: 13.6., 20 Uhr, Karten für 64,15 Euro
Wer spielt noch beim Stadtpark-Open-Air?
Im vergangenen Jahr feierte das Stadtpark-Open-Air seinen 50. Geburtstag. Das heißt aber nicht, dass es jetzt, mit 51, einen Gang runterschalten würde. Im Gegenteil! Das Programm für die kommende Saison ist jetzt schon prall, aber noch lange nicht komplett. Ganz frisch gemeldet wurde das Konzert von Angus & Julia Stone am 26. Juni. Der Vorverkauf für die Show startet am 6. März. Tickets gibt’s unter stadtparkopenair.de.
16.5. Lotto King Karl: 18 Uhr, 40 Euro
17.5. Glen Hansard: 19 Uhr, 61,56 Euro
24.5. 15 Jahre Kinderklinikkonzerte: 18 Uhr, ab 57,45 Euro
29.5. Erobiques große Gartenparty: 19 Uhr, 54 Euro
5.6. Madsen: 19 Uhr, 55,95 Euro
9.6. Foreigner: 19 Uhr, ausverkauft
11.6. Garbage: 19 Uhr, 62,50 Euro
12.6. The Streets: 19 Uhr, 56,95 Euro
13.6. Max Herre & Joy Denalane: 20 Uhr, 64,15 Euro
14.6. BEAT: 19 Uhr, 67 Euro
21.6. Lütt im Park: 15 Uhr, 34 Euro (3-12 J.: 28 Euro)
26.6. Angus & Julia Stone: 19 Uhr, ab 55 Euro
27.6. Der Norden singt: 19 Uhr, 27,90 Euro
28.6. Der Norden singt: 19 Uhr, 27,90 Euro
1.7. Ethel Cain: 20 Uhr, 57,05 Euro
2.7. ZZ Top: 19 Uhr, ausverkauft
4.7. Madness: 20 Uhr, 79,90 Euro
5.7. Charlie Puth: 19 Uhr, 75,94 Euro
7.7. Beirut: 19 Uhr, 59,50 Euro
10.7. Nena: 19 Uhr, 57 Euro
14.7. Counting Crows: 18.30 Uhr, 61,60 Euro
16.7. HAEVN: 19.30 Uhr, 59,80 Euro
17.7. Xavier Rudd: 19 Uhr, 52,05 Euro
24.7. Seal: 19 Uhr, 82,50 Euro
31.7. The Wailers: 19 Uhr, 57,45 Euro
8.8. Best of Poetry Slam – Open Air: 19 Uhr, 28 Euro
14.8. Agnes Obel: 19 Uhr, 61,25 Euro
16.8. Dick Brave: 19 Uhr, ausverkauft
21.8. Florian Künstler: 19 Uhr, 54,20 Euro
22.8. Hermano Gutiérrez: 19 Uhr, 71,40 Euro
23.8. Lichterkinder: 15.30 Uhr, 47,45 Euro (2-12 J.: 37,45 Euro)
28.8. Helge Schneider: 19 Uhr, 49,99 Euro
29.8. Helge Schneider: 19 Uhr, 49,99 Euro
4.9. Deine Freunde: 17.30 Uhr, 48,50 Euro (3-12 J.: 43 Euro)
5.9. Deine Freunde: 17.30 Uhr, ausverkauft
6.9. Deine Freunde: 17.30 Uhr, 48,50 Euro (3-12 J.: 43 Euro)
11.9. The BossHoss: 18.30 Uhr, 69,95 Euro
12.9. Marlo Grosshardt: 19 Uhr, 45,85 Euro


































