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Wacken von A bis Z: (Fast) alles, was man wissen muss

Hoch die Hände, ... äh..., nee: WACKEEEEN! Die Vorfreude bei Metalheads weltweit steigt, bald geht es wieder los.
Hoch die Hände, ... äh..., nee: WACKÖÖÖÖN! Die Vorfreude bei Metalheads weltweit steigt, bald geht es wieder los.
Foto: picture alliance/dpa | Axel Heimken

In einer Woche geht es wieder rund: Das Wacken Open Air (kurz: WOA, auch eine gern genommene Reaktion von Erstbesuchern) macht einmal im Jahr aus einem verschlafenen Dorf im Norden das Mekka für Freunde lauter und lautester Musik. Es schadet auch nicht, wenn man Bier mag.

An- und Abreisestau: In der Ruhe liegt die Kraft. Wäre eine Pilgerreise unbeschwerlich, wäre es keine Pilgerreise. Wichtig: Nicht die menschlichen Wegweiser anpöbeln, die können nix dafür!

Bier: Ja. In der Pipeline ins Infield, auf dem Zeltplatz aus der Dose, durchaus auch schon zum Frühstück.

Camping: Tagelang unter fragwürdigen sanitären, kulinarischen und sozialen Bedingungen in einem von ein paar Stöcken aufrecht gehaltenen Stück Plastikfolie schlafen? Geil!

Wacken 2025: Frühstück, das wichtigste Bier des Tages!

Disneyland after Dark“: So hieß die Band D-A-D, bis sich der Unterhaltungsgigant humorlos zeigte. Alternativ eine hübsche Beschreibung fürs Wacken.

Erste Hilfe: Je nach Wetterlage (siehe S und G) aus unterschiedlichen Gründen nötig: Im Matschloch umgeknickt, in der prallen Sonne eingeschlafen … Wer sich in der Moshpit eine Krone ausgeschlagen hat, muss ebenfalls nicht verzagen: Der Zahnarzt von Wacken steht bereit.

Frühstück! Die wichtigste Mahlzeit des Tages, auch beim Wacken. Siehe auch B

Wacken 2025: Nur echt mit Gummistiefeln und Regencape

Gummistiefel: In manchen Jahren (2023, 2015, 2012 zum Beispiel) ein zwingender Teil der Festivalgarderobe. Ja, gibt’s auch in schwarz.

Wohl dem, der im Fall des Matschfalls vorgesorgt und Gummistiefel eingepackt hat.Foto: picture alliance / Fotostand
Wohl dem, der im Fall des Matschfalls vorgesorgt und Gummistiefel eingepackt hat.

Hut, Mütze, Kopftuch, Perücke oder andere Kopfbedeckung: Schützt vor Rain wie Shine (siehe S) und sieht idealerweise auch noch modisch oder zumindest amüsant aus.

Infield: Das buchstäbliche Herzstück des „Holy Wacken Land“, wird im Gegensatz zur Bundesligasaison traditionell mit einem Platzsturm eröffnet.

Wacken 2025: Laut? Nein, LAUT!

Joint: Professionell spricht man von „Mischkonsum“, wenn mehrere Liter Bier auf eine großzügig gefüllte Tüte treffen. Macht den ganzen Trinkplan (und im Zweifelsfall den ganzen Tagesplan) zunichte (siehe E).

Kilometer: Macht man so einige zwischen Campground, Infield, Freibad und Supermarkt.

Laut: Muss so. Siehe auch O, N und Y

Wacken 2025, der Schrecken der Metal-CSU

Metal-CSU: Für erzkonservative Metalheads gibt es nichts Schöneres, als sich übers WOA zu mokieren, weil das ja alles gar kein echter Metal mehr sei und sowieso doof. Irgendwie putzig.

Nachtruhe: In Schwaben und den schwäbisch annektierten Teilen Berlins heilig, in Wacken … weniger. Die Bands spielen 14 Stunden am Tag und die restlichen zehn werden von Bluetooth-Boxentürmen, enthusiasmierten Camp-Nachbarn (siehe W) und ratternden Generatoren beschallt.

Ohrstöpsel, oder besser noch: richtiger Gehörschutz, der nicht nur dumpf, sondern gleichmäßig leiser macht. Wir werden alle nicht jünger – bloß schwerhöriger.

Wacken 2025, zum Glück ohne Ravioli aus der Dose

Polizei: Dein Freund und Helfer. Im Gegensatz zu anderen Festivals reißen sich die Beamten darum, in Wacken arbeiten zu dürfen. Hier ist es einfach viel friedlicher als bei Elektro-Hippies oder Alternative-Shoegazern – wirklich!

Quatsch: Machen Wacken-Camper gern und viel. Flunkyball-Turniere (bei sommerlichen Temperaturen auch unbekleidet), Zombie-Zonen, Wasserbombenschlachten mit eigens angefertigten Katapulten – Festivals wecken das Kind im Metalhead.

Huiiiiii! Wasserrutschen gibt's beim W:O:A nicht nur im Freibad.Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto
Huiiiiii! Wasserrutschen gibt’s beim WOA nicht nur im Freibad.

Ravioli aus der Dose: Früher Festivalnahrung Nummer 1, heute zum Glück aus den meisten Speiseplänen gestrichen.

Wacken 2025, zum Glück ohne Schlamm?

Schlamm (siehe G) oder Staub, man hat die Wahl. Es heißt schließlich nicht umsonst: „See you in Wacken: Rain or Shine!“

Trinkgeld: Bei der Einführung der bargeldlosen Bezahlung ein großes Manko: Man konnte den hart arbeitenden Menschen hinterm Tresen kein elektronisches Trinkgeld geben. Das hat sich inzwischen zum Glück geändert! Merke: Tipping is not a town in China.

Urlaub: Muss man mittlerweile definitiv einreichen, wenn man das ganze Wacken-Erlebnis mitnehmen will. Der Campground öffnet am Sonntagmorgen, später am Tag spielen auch die ersten Bands – offizieller Festivalbeginn ist drei Tage später am Mittwoch. Ende Gelände ist Sonntagmorgen, wenn sich der Abreisestau (siehe A) Richtung Heimat wälzt.

Wackööööön 2025: Ich bin hier, wo sind alle anderen?

Vorbereitung: So wichtig! Besteht je nach Naturell darin, am Abfahrtsmorgen ein paar Klamotten in eine Tasche zu werfen und nach dem vor Monaten gekauften Ticket zu forschen – oder aus einer minutiös geplanten Packliste, auf der jede Socke ihren eigenen Eintrag hat.

Wo alle anderen sind? Na, im Infield!Foto: picture alliance/dpa | Axel Heimken
Wo alle anderen sind? Na, im Infield!

Wackööööööööön!“ (mit voller Lautstärke gebrüllt): Ich bin hier, wo sind alle anderen? Der verwirrte Metalhead von Welt setzt auf Echoortung – und hellhörige Freunde (siehe N und O).

X marks the spot: Ich bin hier, aber wo ist alles andere? Gern gestellte philosophische Frage nach einem Dutzend Bier um drei Uhr morgens.

Wacken 2025: Alles relativ

Yoga: In Wacken ist selbst Yoga brülllaut (siehe L, O, und N), dafür sorgt die volltätowierte Vorturnerin Saskia. Keine Angst, Bier trinken (siehe B) ist erlaubt.

Lesen Sie auch: Motörhead-Fans feiern Statue für Lemmy Kilmister

Zeit: Ist relativ, wusste schon Einstein, weiß auch jeder Metalhead: Der Gig der Lieblingsband? Viel zu schnell vorbei. Der Weg vom Zelt vor die Bühne: Dauert Stunden! Der Weg zurück im Dunkeln? Dauert noch viel länger (siehe W und X): „Ich wär fast verreckt!“

Wacken Open Air 2025: 30. Juli – 2. August, das Festival ist ausverkauft, die MOPO berichtet live

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