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Wacken rüstet sich für Neustart nach Corona-Pause

Wacken rüstet sich für Neustart nach Corona-Pause

29.07.2022
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Nach drei Jahren feiern ab dem 4. August wieder 75.000 Metalheads in Wacken. Foto: dpa | Axel Heimken

Der stählerne Bullenschädel hängt bereits über den Hauptbühnen: Erstmals seit 2019 werden Anfang August wieder 75.000 Metal-Fans im beschaulichen Wacken erwartet. Festival-Mitbegründer Thomas Jensen sehnt sich nach einem Moment ganz besonders.

Wummernde Bässe, 75.000 Metalheads und Größen der Heavy-Metal-Szene wie Judas Priest: Kommende Woche wird das beschauliche Wacken in Schleswig-Holstein wieder ein Zentrum der Metalwelt. 2020 und 2021 war das Festival wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Die Vorfreude auf das Wacken Open Air (W:O:A, 4. bis 6. August) ist groß. Er habe die sehr spezielle Stimmung sehr vermisst, sagte Mitbegründer Thomas Jensen der Deutschen Presse-Agentur. Zuletzt hatte 2020 lediglich eine Internetausgabe stattgefunden.

Kölsch-Rocker Höhner feiern Wacken-Premiere

Offiziell geht es traditionell erst am Donnerstag los, doch schon Mittwoch werden Lautsprecher aufgedreht. Beim sogenannten Wacken-Wednesday geht es auf der drittgrößten Bühne unter anderem mit Avantasia und Epica zur Sache. Für diese Bühne wurden gesonderte Karten an Festival-Besucher verkauft. „Kommendes Jahr werden wir den Mittwoch als offiziellen Festivaltag mit einbeziehen“, sagte Jensen. Offiziell ist die Veranstaltung bereits seit langem ausverkauft, es gibt aber eine Börse zum Weiterverkauf von Karten. „Es wird langsam knapp, aber es werden noch Tickets über die Ticketbörse vermittelt“, sagte Jensen.

Mitbegründer Jensen kann den Festivalbeginn kaum erwarten: „Das werden bei mir beim ersten Konzert Emotionen sein, die man nicht beschreiben kann.“ Wenn die Regler aufgedreht werden, passiere etwas in der Magengrube. „Und das wird dieses Jahr noch um ein Vielfaches stärker sein.“

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Die beiden Hauptbühnen werden erst am Donnerstag bespielt. Laut Veranstaltern wollen 200 Bands in Wacken auftreten. Headliner sind Judas Priest. Mit dabei sind unter anderem auch Slipknot, Powerwolf, Hämatom, In Extremo, Lordi, Slime, Venom und erstmals die Kölner Band Höhner. Wegen medizinischer Untersuchungen, denen sich Sänger Fred Durst unterziehen muss, haben Limp Bizkit ihren geplanten Auftritt abgesagt. Unter den Absagen war auch Rammstein-Sänger Till Lindemann, der mit einem Solo-Projekt in Wacken spielen wollte, aber mit Rammstein auf Europa-Tour ist.

1990 feierten 800 Heavy-Metal-Fans das erste Mal in dem kleinen Ort im Norden. Danach wurde das Festival immer größer, zuletzt kamen regelmäßig 75.000 Fans. „Wir haben jedes Jahr Highlights gehabt“, sagte Jensen. Auf den Auftritt von Judas Priest warte er seit drei Jahren. „Ihr letzter Wacken-Besuch war grandios und die Band ist – was man so hört – gut in Form.“

Polizei: „Metalfans wollen gute Zeit in Wacken“

Die Polizei rechnet wieder mit einem friedlichen Verlauf des Festivals. „Wir wissen aus Erfahrung, dass die Metal-Fans nicht auf Krawall aus sind, sondern eine gute Zeit in Wacken haben wollen“, sagte Polizeisprecherin Astrid Heidorn. „Wir rechnen deshalb nicht damit, dass es unfriedlicher wird als bisher.“ Die Polizisten freuten sich auf diesen Einsatz. „Für die Metalfans ist das ein Highlight. Dort fährt keiner hin, der Frust ausleben will.“

Mehr als 95 Prozent der Fans hatten ihre Karten für das wegen der Corona-Pandemie im Vorjahr abgesagte Festival eingetauscht. Der Rest der Karten wurde über eine Warteliste verlost. Unklar sei, wie sich die Entwicklung des Ukraine-Krieges und der steigenden Energiepreise auf das Festival auswirke, sagte Jensen. „Wir haben ja Fans aus der ganzen Welt.“ Durch gestiegene Kosten sei es für viele aber schwerer zu reisen. „Wir hoffen natürlich, dass alle Fans gesund und munter auf dem heiligen Acker stehen werden.“ (dpa/mp)

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