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Vom Karneval zum Metal-Festival: Die Höhner rockten in Wacken

Henning Krautmacher (r) und Patrick Lück, Sänger der Band Höhner, stehen beim Wacken Open Air Festival auf der Bühne.
Henning Krautmacher (r) und Patrick Lück, Sänger der Band Höhner, stehen beim Wacken Open Air Festival auf der Bühne.
Foto: picture alliance/dpa | Daniel Reinhardt

Bekannt sind die Höhner vor allem für ihre kölschen Stimmungslieder. Doch auch auf dem Heavy-Metal-Festival in Wacken konnten die Musiker am Samstag punkten. Sogar die Lieder auf Kölsch wurden mitgesungen.

Eigentlich kennt man sie eher von Karnevalssitzungen: Doch am Samstag hat die Kölner Mundart-Band Höhner das Heavy-Metal-Festival in Wacken in Schleswig-Holstein gerockt. „Es ist absolut der Wahnsinn, was hier heute passiert ist“, sagte Sänger Patrick Lück nach dem von viel Applaus begleiteten Auftritt der Deutschen Presse-Agentur. Teilweise sei es für die Band wie ein Heimspiel gewesen. „Die haben sogar die kölschen Sachen wie „Echte Fründe ston zesamme“ mitgesungen“, freute sich Lück.

Wacken: Kölner Mundart-Band spielt auf dem Heavy-Metal-Festival

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Der Musiker hatte schon vor dem Konzert gesagt, Musik sei eine Sprache, die jeder verstehe. „Vor allem deshalb haben wir keine Sorge, dass das Publikum mit unserer Musik nichts anfangen könnte.“ Nach dem Auftritt meinte er, dies habe sich bewahrheitet. „Es war eine grandiose Stimmung. Es ist Wahnsinn wie freundlich man hier aufgenommen wird.“ Und: „Wir wollen definitiv wiederkommen.“

Als Verbeugung vor den Fans spielten die Musiker auch eine rheinische Version des Metallica-Hits „Nothing else matters“. Bei den Höhnern wurde daraus: „Alles andere zählt nit“. Metallica hatte 2019 bei einem Auftritt im Rheinenergie-Stadion vor rund 50.000 Fans überraschend „Viva Colonia“ auf Kölsch angestimmt.

Festivalbesucher feiern die Band Höhner
Festivalbesucher feiern beim Wacken Open Air während des Auftritts der Band „Höhner“. Credit: picture alliance/dpa | Daniel Reinhardt
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Der natürliche Lebensraum der Höhner sind eigentlich Karnevalsbühnen mit buntem Konfetti-Regen. Mit Schunklern wie „Viva Colonia“ und „Die Karawane zieht weiter“ bringen sie Festsäle im Rheinland zum Kochen. In Wacken traten sie um 11.11 Uhr vor die Metal-Fans. „Das war natürlich etwa ganz anderes als ein Auftritt im Festsaal“, meinte Lück – schon allein wegen der großen Menschenmenge.

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Bereits vor dem Konzert hatte er mit Blick aufs Wacken-Festival gesagt: „Es ist ja sozusagen ein Ritterschlag für uns, dort auftreten zu dürfen.“ In den vergangenen Jahren traten auf dem Festival immer mal wieder Musiker von außerhalb der Heavy-Metal-Szene auf, zum Beispiel Heino. (dpa)

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