Vier Tage, 30 Nationen, 420 Acts, 480 Konzerte, mehr als 850 Programmpunkte. Dazu 4000 Fachbesucher:innen und 50.000 Besucher:innen. Das ist – auf die Essenz zusammengeschnurrt – das Gerüst des Reeperbahn-Festivals (RBF). Am Mittwoch (18.9.) geht’s los, es ist das 19. Jahr. Längst ist das RBF das größte Clubfestival Europas. Und das lässt sich auch auf dem Kiez nicht übersehen: Bis Samstag begegnet man dort Musik-Fans mit bunten Festival-Bändchen am Arm und Business-Menschen mit Namens-Schildchen, die an langen Bändern um die Hälse baumeln. Alles eine einzige große Party? Für die Acts nicht nur. Die wollen Plattenfirmen und Konzert-Booker:innen zeigen, wie gut sie sind. Sechs von ihnen stehen dieses Mal besonders im Fokus.
Denn auch in diesem Jahr wird wieder der „Anchor“ verliehen. Seit 2016 gibt’s den Preis als „internationales Prädikat für aufstrebende Musiker:innen“. Der Award soll Fans und Musik-Biz gleichermaßen eine Orientierungshilfe auf der Suche nach der besten neuen Musik sein – und den Acts ein Sprungbrett für eine internationale Karriere. In den vergangenen Jahren hat das ganz gut geklappt: Zu den Ausgezeichneten gehörten unter anderen Ätna (2020), Yard Act (2021) und Cassia (2022). Man kann also durchaus einen Blick auf die Acts werfen, die vom RBF-Anchor-Team ausgesucht wurden.
Foto: RBF/hfrGewählt werden die „Anchor“-Gewinner:innen von einer prominent besetzten internationalen Jury, die sich ihre RBF-Shows ganz genau ansieht. In diesem Jahr besteht sie aus der Warpaint-Sängerin, Gitarristin und Produzentin Emily Kokal, der Musikerin und Sängerin Julia Stone, die gemeinsam mit ihrem Bruder Angus als Angus & Julia Stone weltweit erfolgreich ist, Produzentin, Musikerin, Songwriterin und Aktivistin Tayla Parx sowie Singer/Songwriter Tim Bendzko.
Letzterer feiert seine Premiere und freut sich, „als Anchor-Jurymitglied beim Reeperbahn Festival dabei zu sein. Das Festival ist bekannt für seine Vielfalt und die Kreativität seiner Künstler:innen. Ich bin gespannt, die nächste Generation aufstrebender Talente und ihre Performances zu erleben.“
Foto: picture alliance/Chris PizzelloDas machen er und die anderen Jury-Mitglieder am Donnerstag (19.9.) und Freitag (20.9.) im Gruenspan, wo sie sich – so ist es angekündigt – bei den sechs Anchor-Nominee-Konzerten unters Publikum mischen werden. Einen ersten Eindruck von den „Neuen“ können RBF-Ticket-Besitzer:innen übrigens schon bei der offiziellen „Opening“-Gala am Mittwochabend bekommen (18 Uhr).
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Und die Nominierten sind: Die UK-Songwriterin Beth McCarthy, deren mitreißende Pop-Rock Hymnen an Avril Lavigne erinnern. Die deutsch-mongolische Jazz-Sängerin Enji. Die österreichische Sängerin Kässy, die man auch schon von Sharktank kennt und die solo Elektropop macht. Milan Ring, die als führende Kraft der australischen R’n‘B-Renaissance gilt. Moonchild Sannelly aus Südafrika, die ihren Mix aus Afrobeats und erotischem Deep House selbst als „Future Ghetto Funk“ beschreibt. Und schließlich Strongboi, das Bedroom-Pop-Projekt von Alice Phoebe Lou und Ziv Yami. Wer den „Anchor“ 2024 gewonnen hat, wird am Samstagabend im St. Pauli-Theater bei der „Award Show“ verraten (nur für geladene Gäste). (NR)
Reeperbahn-Festival: 18.-21.9., 4-Tage-Ticket: 159 Euro, Tagestickets: 59 (Mi)/ 65 (Do)/75 (Fr)/85 Euro (Sa), www.reeperbahnfestival.com

































