140 Künstler:innen, Konzerte, Parties, Glitzer – und ganz viele gute Vibes: Zehntausende Menschen haben am Wochenende beim MS Dockville gefeiert. Hamburger Musiker:innen sorgten für die Höhepunkte.
Die ganz großen Namen fehlten in diesem Jahr im Line-up des Festivals in Wilhelmsburg, befanden viele Besucher:innen – machte aber rein gar nichts:. „Es geht um den Vibe – und der ist immer süß“, sagte eine Mädels-Gruppe zur MOPO und brachte es damit gut auf den Punkt. Es ist dieser besondere Spirit, der das Dockville jedes Jahr so besuchenswert macht. 55.000 Festival-Fans kamen diesmal – ein buntes, diverses, friedliches Publikum. Sie feierten in der einmaligen Hafen-Industrie-Kulisse am Reiherstieg zu Auftritten von Bands und DJs, zu Indie-Pop, Hiphop und Elektro.
Während am Freitag zum Festival-Auftakt unter anderem die österreichische Pop-Band „Bilderbuch“ und Sängerin Ashnikko (einziger Deutschland-Auftritt) für die Höhepunkte sorgten, waren es am Samstag dann Hamburger Künstler: Auf der Hauptbühne versetzte die Techno-Marching-Band Meute mit ihrem mitreißenden Sound – und jeder Menge Talent an den Instrumenten – Tausende in Ekstase. Die Band gibt es mittlerweile seit fast zehn Jahren, die Hamburger spielen weltweit ausverkaufte, umjubelte Shows – und wurden selbstverständlich auch vom Publikum in der Heimatstadt abgefeiert.

Dockville: Rapper Disarstar liefert volle Ladung Energie
Auf der zweitgrößten Bühne sorgte wiederum der Rapper Disarstar für den Höhepunkt des Festival-Samstags. Im Frühjahr hatte der Hamburger angekündigt, nach dem Festivalsommer 2024 erstmal auf unbestimmte Zeit eine musikalische Pause einlegen zu wollen. Auf diesen Dockville-Auftritt freue er sich seit Wochen, sagte Disarstar dann am Samstag auf der Bühne – und man kaufte dem ob der Zuneigung der Festival-Besucher:innen sichtlich bewegten Künstler jedes Wort ab. Völlig zurecht feierte das Publikum den Energie-geladenen Heimspiel-Auftritt des Hamburgers euphorisch, die Menge verwandelte sich fast pausenlos in riesige Moshpits.
Nach den großen Bühnen-Shows wurde dann an den vielen großen und kleinen DJ-Locations auf dem Festivalgelände die Nacht durchgefeiert: Beispielsweise im „Nest“, dem wunderschönen Feier-Rund, umrahmt von Bäumen. Oder im Zirkuszelt „Tentakel“, wo Josi Miller (Tour-Djane von Trettmann) Hiphop und Elektro kombinierte. Oder im „Tiefland“, wo man mit dem „Kollektiv Fischmarkt“ bis in die Morgenstunden tanzen könnte.
Nach dem fast ausverkauften Festival-Samstag war es dann am Sonntag etwas leerer auf dem Dockville-Gelände – tat der hervorragenden Stimmung aber keinen Abbruch. Wieder prägte eine Hamburgerin das Line-up: Zoe Wees begeisterte auf der Hauptbühne, bevor die Indie-Pop-Band Jeremias die finale Headliner-Show spielte – Feuerwerk inklusive. Wer dann noch nicht genug hatte, bekam von Makko umjubelten Deutsch-Rap serviert. Oder feierte erneut zu DJ-Sets die Nacht durch.
































