Share on facebook
Share on twitter

Reeperbahn-Festival Hamburg 2022: Über 300 Acts geplant %%page%% %%sep%% %%sitename%%

Bill Kaulitz als Juror, USA als Partner: So wird das Reeperbahn-Festival 2022

18.09.2022
Share on facebook
Share on twitter
Besucher des Reeperbahn-Festivals betreten das Festival Village. Copyright: dpa

Besucher des Reeperbahn-Festivals betreten das Festival Village. Credit: dpa

Hunderte Bands und Künstler aus vielen Ländern wollen beim Hamburger Reeperbahn-Festival zeigen, was sie können. Sie spielen in den Kiez-Clubs, vernetzen sich in der Branche und hoffen auf die große Karriere. Musikliebhaber können dabei viele Perlen entdecken.

Was die Berlinale für die Filmbranche ist, ist das Reeperbahn-Festival für die Musikbranche. Das ist zumindest der Anspruch des Hamburger Clubfestivals, das nun wieder in den Startlöchern steht. Von Mittwoch an werden auf St. Pauli fast 300 Acts aus 38 Nationen auf den Bühnen erwartet. Von Indie über Electronic, Rock, Punk und Pop bis hin zu Jazz, Hip-Hop, Rap und Singer/Songwriter-Auftritten können sich die Besucher des Reeperbahn-Festivals wieder auf einen abwechslungsreichen Blick in die aktuelle, nationale und internationale Musiklandschaft freuen.

Reeperbahn-Festival 2022: 300 Acts in Hamburg geplant

Für Festivalchef Alexander Schulz steht damit ein Festivalprogramm, das fast wieder an alte Zeiten anknüpft. Allerdings nur fast. „Mit insgesamt über 700 Einzelprogrammen für Fachbesucherinnen und -besucher und öffentliches Publikum entspricht der Umfang in etwa 70 Prozent der Ausgabe von 2019“, sagte Schulz.

Das könnte Sie auch interessieren: Hamburger Hafengeburtstag: Tausende feiern das Schlepperballett

Zum einen ist das Programm – zumindest verglichen mit der Vor-Corona-Zeit noch nicht so umfangreich – zum Vergleich: Da waren es noch 600 Konzerte, 2022 werden es etwa 330 Konzerte sein. Und zum anderen hätten die Besucher nicht – wie sonst üblich – schon viele Monate vorher ihre Tickets gekauft. Gründe dafür seien wahrscheinlich die Unsicherheit wegen Corona-Pandemie und dass viele Menschen mit Blick auf steigende Energiepreise sparen müssten. Zudem gebe es derzeit – auch aufgrund der vielen Nachholkonzerte – so viele Kulturangebote, dass der eine oder andere schlicht überwältigt sei, so Schulz weiter.

Tom Walker, Anna Calvi und Co. auf dem Reeperbahn-Festival

Auch das Reeperbahn-Festival wird wieder sowohl mit Zugpferden wie Mine, Anna Calvi und Tom Walker als auch mit vielen vielversprechenden und noch weitgehend unbekannten Bands und Künstlerinnen und Künstlern aufwarten. Ein Teil der Konzerte wird auch gestreamt.

Der britische Sänger Tom Walker wird auf dem Reeperbahnfestival in Hamburg auftreten. Credit: dpa
Der britische Sänger Tom Walker wird auf dem Reeperbahnfestival in Hamburg auftreten. Credit: dpa

Partnerland des Festivals ist in diesem Jahr die USA. Das schlägt sich weniger in der Musik als mehr bei der Konferenz nieder. „Das bleibt für uns einfach der wichtigste Musikmarkt“, sagt Schulz dazu. Alle wichtigen Verbände, Organisationen und Unternehmen aus Nordamerika seien auf dem Reeperbahn-Festival vertreten. „Für einen europäischen Branchentreff ist das bemerkenswert, für die hiesige Musikwirtschaft extrem attraktiv“, sagt Schulz nicht ohne Stolz.

Reeperbahn-Festival: Sänger Bill Kaulitz in der Jury

Gleichzeitig ist gerade die Vernetzung zwischen Künstlern und Entscheidern eine der Säulen des Festivals neben dem Blick auf neueste musikalischen Entwicklungen. Nicht umsonst ist das Club-Festival zu großen Teilen mit Geldern von Stadt und Bund finanziert. Das Reeperbahn-Festival soll Aktuelles zeigen, Neues aufgreifen und der Zukunft der Branche im Grunde stets einen Schritt voraus sein. So ist das ausgeglichene und diverse Verhältnis zwischen Künstlerinnen und Künstlern schon vor Jahren erfolgreich angestoßen und praktiziert worden.

Bill Kaulitz, Sänger von Tokio Hotel, wird in der Jury beim Reeperbahn-Festival sitzen. Copyright: dpa
Bill Kaulitz, Sänger von Tokio Hotel, wird in der Jury beim Reeperbahn-Festival sitzen. Credit: dpa

Einen zusätzlichen Aufmerksamkeits-Push außerhalb der Musikexperten-Szene erhofft sich Festivalchef Schulz davon, dass Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz und Sänger und Dragqueen Pabllo Vittar aus Brasilien in diesem Jahr Teil der sechsköpfigen Jury für den Nachwuchspreis, den Anchor-Award, sind. „Es geht da auch einfach um mehr mediale Reichweite und Aufmerksamkeit für die internationalen Talente in unserem Wettbewerb“, begründet er die Entscheidung. „Bill Kaulitz und Pabllo Vittar können hilfreich als Katalysator für deren Karrierestart sein.“ Neben den beiden gehören Tony Visconti, Tayla Parx, The-Hives-Sänger Pelle Almqvist und Joy Denalane zur Jury.

Reeperbahn-Festival: Keine Corona-Beschränkungen

Corona-Beschränkungen wird es nach aktuellem Stand nicht geben. Auch sind die Ticketpreise noch ähnlich wie im Vorjahr. „Die haben wir schon im August 2021 festgelegt. Wir konnten deshalb gar nicht auf die Kostensteigerungen der vergangenen Monate reagieren“. Das Festival wird 2022 fast 12 Millionen Euro kosten, etwa 8,4 Millionen Euro davon kommen von Stadt und Bund. Schulz hofft auf etwa 40.000 Besucher an vier Tagen, darunter etwa 3000 Fachbesucherinnen und -besucher aus 40 Ländern. (dpa/aba)

Share on facebook
Share on twitter

Das könnte Sie auch interessieren

Wir bringen Ihnen jeden Donnerstag gute Nachrichten frei Haus. Ob auf, vor und hinter den Bühnen – wir sind für Sie dabei und sprechen mit den spannendsten Menschen. Dazu gibt’s Tipps zu Veranstaltungen und Neuerscheinungen und vieles mehr.

Mit meiner Anmeldung stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Wonach suchen Sie?