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Bald geht’s wieder los! In zwei Wochen startet das Reeperbahn-Festival

Alli Neumann in blauem Hemd mit loser Krawatte vor einer blauen Wand
Freitag beim Reeperbahn-Festival: Alli Neumann tritt in der Elbphilharmonie auf.
Foto: Stephie Braun

Seit Dienstag ist er online, der Timetable für das 19. Reeperbahn Festival. Denn es dauert keine drei Wochen mehr, dann startet Europas größtes Club-Festival mitten im Herzen von Hamburg, und St. Pauli wird für vier Tage umtriebiger, lauter und internationaler als sowieso schon.

Rund 50.000 Besucher:innen werden an den Festivaltagen erwartet, etwa 480 Konzerte von 420 Acts aus 30 Nationen gibt es für sie live zu erleben, insgesamt 850 Programmpunkte in 70 Spielstätten stehen auf dem Plan. Wie in jedem Jahr sind die Zuschauer bei dem Überangebot herausgefordert, die Balance zu finden zwischen Vorbereitung und individueller Planung ihrer Festivalaktivitäten und dem Sich-treiben-Lassen vor Ort. In der Reeperbahn-Festival-App kann man sich die Acts vorher anhören und so seinen persönlichen Timetable zusammenstellen. Eine Ampel informiert in Echtzeit über die Auslastung der Konzerte, damit man nicht unnötig Zeit beim Einlass vertrödelt.

420 Acts aus 30 Nationen sind beim Reeperbahn-Festival dabei

Freuen darf man sich dieses Jahr unter anderen auf Kate Nash, Friska Viljor, Efterklang, Mighty Oaks, Joep Beving, Jesper Munk, The Lemon Twigs und Juli, die sich allesamt längst schon einen Namen erspielt haben. Ein Augenmerk sollte man auf den Sonnabend (21.9.) im Gruenspan legen, wo mit dem Briten Mackenzy Mackay, der deutschen Songwriterin Soffie und der Wiener Band Buntspecht drei junge Acts auf der Bühne stehen.

Spannende Newcomer zu entdecken, ist beim Reeperbahn-Festival die Königsdisziplin. Zu besonderen Highlights zählen auch die Konzerte in der Elbphilharmonie, wo am Freitag (20.9.) Trentemøller und Alli Neumann auftreten, Letztere „in flagranti“ mit besonderen Gästen. Los geht die Musiksause wie immer mit der Opening Show am Mittwochnachmittag (18.9.) im Operettenhaus, für die sich Claudia Roth (Grüne), Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) angekündigt haben, was den kulturellen Wert des Festivals unterstreicht.

Auch 2024 wird der Anchor-Awards an den besten Newcomer-Act verliehen

Dort wird auch die Anchor-Jury vorgestellt, zu der 2024 unter anderen die australische Sängerin Julia Stone sowie der deutsche Songwriter Tim Bendzko gehören. Unter den sechs Nominierten, die im Laufe der vier Tage in verschiedenen Clubs auftreten werden, sind Beth McCarthy aus Großbritannien, das Berliner Synthie-Duo Strongboi sowie die südafrikanische Musikerin und Tänzerin Moonchild Sannelly. Die Atmosphäre des Festivals lässt sich aber auch mitten auf dem Spielbudenplatz genießen, wenn beispielsweise am Donnerstag (19.9.) im Rahmen des „Korea Spotlight“ koreanische Newcomer:innen abseits des K-Pop präsentiert werden, darunter der Sänger Sion und die Indie-Band Touched.

Interessant und umfangreich ist das Arts-&-Word-Programm, das in Live-Podcasts, Lesungen, Diskussionspanels und Ausstellungen gesellschaftlichen Themen aus Sicht der Popkultur Raum gibt. Ein Schwerpunkt ist das Thema „Time Capsule“, das sich mit der popkulturellen Vergangenheit und ihrem Einfluss auf die Gegenwart beschäftigt. Etwa 4000 Fachbesucher:innen werden erwartet, denn wie immer ist das Reeperbahn-Festival auch wichtiger Treffpunkt der internationalen Musikbranche.

Im Konferenzprogramm mit 300 Sprecher:innen dürfte der Austausch nicht zu kurz kommen. Hier stehen Themen wie die Bedrohung des freien Kulturbetriebs, der Umgang mit dem Nahostkonflikt, Machtmissbrauch in der Musik sowie Nachhaltigkeit als Chance im Live-Geschäft auf dem Programm.

Reeperbahn-Festival: 18.-21.9., 4-Tagesticket: 159 Euro, Tagestickets 59-85 Euro, www.reeperbahnfestival.com

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